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Dienstag, 3. Februar 2009

Vodafone setzt auf mobile Breitbandanbindung

Mobilfunkanbieter steigerte Kundenzahlen

Der DSL- und Mobilfunkanbieter Vodafone konnte im Jahr 2008 zusammen mit Arcor 520.000 neue DSL-Kunden ge­winnen, davon im letzten Quartal 123.000 Kunden. Mobilfunk nutzen 36,169 Millionen Kunden von Vodafone, das sind 2,249 Millionen mehr als vor einem Jahr. Vodafone setzt künftig vor allem auf Kunden mit UMTS-Handy oder Notebooks mit mobiler Breitbandanbindung.

Steigender Umsatz mit mobiler Breitbandanbindung

Der Markt für Smartphones, Notebooks und Netbooks, die mit mobiler Breitbandanbindung auto­matisch ausgestattet sind, gewinne laut Vodafone zunehmend an Bedeutung. Mit Datenumsätzen (ohne SMS/MMS) seien im letzten Quartal 248 Millionen Euro erwirtschaftet worden, also 24,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Inzwi­schen sei dieses Segment umsatzstärker als SMS/MMS. Der gesamte Service-Umsatz über alle Sparten ist im Weihnachtsquartal leicht um 1,4 Prozent zurück­gegangen. Vodafone hat einschließlich Arcor 2,268 Milliarden Euro in den drei Monaten erwirtschaftet.
Mobilfunksparte

Die Zahl der Mobilfunkkunden lag Ende Dezember bei 36,169 Millionen. Über das gesamte Kalenderjahr wurden 2,249 Millionen Kunden hinzugewonnen. Im letzten Quartal gab es aufgrund von Ausbuchungen von Prepaid-Kunden einen leichten Rückgang um 22.000 Mobilfunkkunden. Das Gesamtvolumender Mobiltelefonie im Quartal stieg auf 11,847 Milliarden Minuten, ein Plus von 9,4 Prozent. Jeder Kunde hat damit durchschnitt­lich pro Monat 111 Minuten mit dem Handy telefoniert.

vodafone.de

Apple patentiert Video-Funktion für das iPhone

Aufnahmefunktion könnte bei der nächsten Version Realität werden

Eine der Funktionen, bei denen das iPhone momentan nicht mit der Smartphone-Konkurrenz mithalten kann, ist die eingebaute Kamera. Im Gegensatz zu den Top-Modellen anderer Hersteller ist das Apple-Handy nicht in der Lage, Videoclips aufzuzeichnen. Wie Recherchen der "Informationweek" ergeben haben, hat Apple nun für künftige iPhone-Generationen eine entsprechende Funktion zum Patent angemeldet.

Video-Upload immer beliebter

Die Video-Funktion wurde gemeinsam mit einem Bündel weiterer Technologien von Apple in den USA als Patent angemeldet. Insbesondere durch die steigende Beliebtheit von Video-Portalen im Internet, die sich direkt per Handy beliefern lassen, wäre eine solche Funktion bereits beim iPhone 3G fällig gewesen. Die Anmeldung zum Patent bedeutet allerdings nicht, dass Apple die Funktion beim nächsten iPhone tatsächlich nutzen muss - möglicherweise hält sich das Unternehmen lediglich alle technischen Optionen offen.

Montag, 2. Februar 2009

Dem Husten auf der Spur

Akustisches Detektorsystem soll Grippekranke aufspüren

Mit Mikrophonen wollen belgische Forscher Grippekranke in einer Menschenmenge identifizieren: Angeschlossen an einen Computer registrieren die Detektoren sämtliche Geräusche und filtern charakteristischen Huster heraus. Eine Software könne dann auf die ungefähre Position der Hustenquelle zum Beispiel innerhalb einer Bahnhofshalle oder eines Flughafens zurückschließen, behaupten die Forscher um Daniel Berckmans vom Technologieunternehmen Biorics, einer Ausgründung der Katholischen Universität Leuven. Sie haben ihr Detektorkonzept weltweit zum Patent angemeldet. Ihre Idee: Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden könnten das System nutzen, um beispielsweise die Ausbreitung von Grippewellen zu beobachten.

Mit ihrem Detektorkonzept können die Forscher sowohl Menschengruppen als auch Viehherden auf verdächtige Geräusche untersuchen. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass aus dem Husten von Schweinen auf Atemwegsinfektionen geschlossen werden kann. Auch der menschliche Husten hinterlässt ein charakteristisches Frequenzprofil: Computerprogramme können damit unterscheiden, ob ein Kranker hustet oder ein Gesunder nur hüstelt beziehungsweise sich räuspert. Durch Vergleich der Signale mehrerer Mikrophone können die Forscher dann in etwa auf die Position des Kranken schließen.

Die Forscher wollen daher mit einem Netzwerk aus Mikrophonen überwachen, ob und wo sich in einer Flugzeughalle ein kranker Mensch oder in einem Tierpferch krankes Vieh befindet. Die Mikrophone nehmen alle Geräusche auf. Die Software filtert das Husten aus den Hintergrundgeräuschen heraus. Der Hustendetektor wirft aber auch Datenschutzfragen auf, schreibt der New Scientist. So sei gar nicht geklärt, wie etwa Gesundheitsbehörden und Flughafenpersonal mit lokalisierten Virusträgern in der Hysterie einer Influenzapandemie umgehen dürfen oder sollen.

Frauen sind beim Flirten undurchschaubarer

Ein Blick fürs Wer-mit-Wem

Männer sind bei Dates durchschaubarer als Frauen

Zehn Sekunden reichen zum Beurteilen aus, ob ein Mann und eine Frau aneinander interessiert sind. Frauen sind dabei allerdings schwerer einzuschätzen als Männer, während die Absichten eines Mannes leicht zu durchschauen sind. Das haben Psychologen um Skyler Place von der Indiana State University in Bloomington in einem Experiment herausgefunden: Sie ließen 54 Amerikaner kurze Videoausschnitte bewerten, die bei Speed-Dating-Veranstaltungen in Berlin aufgenommen wurden.

Die Berliner Singles hatten pro Partner drei Minuten Zeit zum Flirten, danach gaben beide Personen an, ob sie ihr Gegenüber wiedersehen wollten oder nicht. Nur wenn es von beiden erwünscht war, wurden die Kontaktdaten ausgehändigt. Im Gegenzug für den kostenlosen Dating-Service der Humboldt-Universität ließen sich die Teilnehmer bei den Treffen für Forschungszwecke filmen.

Das eigentliche Experiment fand später im US-Bundesstaat Indiana statt: Die Forscher spielten freiwilligen Studenten, die kein Deutsch konnten, zehn oder dreißig Sekunden dauernde Videoausschnitte von Mitte oder Ende der Speed-Dates vor. Die Studenten sollten beurteilen, wer von den Partnern am anderen interessiert war und wer nicht. Die Länge der Videoausschnitte spielte keine Rolle für die Richtigkeit der Prognosen, stellten die Forscher fest. Außerdem waren männliche und weibliche Beobachter gleich gut darin, das Interesse der Männer beim Speed-Dating einzuschätzen – und gleichermaßen erfolglos bei der Bewertung der Frauen. Während die flirtenden Männer in fast zwei Dritteln aller Fälle richtig beurteilt wurden, lagen die Prognosen, ob eine Frau interessiert war, kaum besser als schlichtes Raten. Meist wurde das Interesse der Frauen überbewertet.

Die Fähigkeit zum Bewerten des Paarungswillens war in der Evolution sehr wichtig und ist es auch heute noch, da sie ermöglicht, die Bemühungen nur auf erfolgversprechende potenzielle Partner zu konzentrieren, erklären die Forscher. Auch für die Unterschiede bei der Bewertung von Männern und Frauen finden sie eine mögliche Erklärung: Aufgrund der unterschiedlichen Rollen von Mann und Frau bei der Fortpflanzung müssen Frauen bei der Partnerwahl wählerischer sein als Männer. Darum sind sie seltener an intimen Treffen interessiert. Häufig verbergen sie jedoch ihr Desinteresse und flirten trotzdem, weil sie möglichst viele Männer genauer begutachten wollen, um eine möglichst gute Wahl zu treffen.

Adobe drängt weiter auf Flash für das iPhone

Unternehmenschef erklärt, dass Apple mit im Boot ist

Seit dem Marktstart der ersten iPhone-Generation bemängeln die Nutzer der Apple-Handys die fehlende Flash-Unterstützung. Viele Internetseiten nutzen heute Flash-Technologie für Werbebanner und Seitenelemente oder basieren komplett auf Flash. Mit dem iPhone lassen sich diese Elemente bislang nicht darstellen. Zum wiederholten Mal bringt nun Adobe die Entwicklung von Flash für das Apple-Smartphone ins Gespräch.

Adobe ist optimistisch
Im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos erklärte Adobe-Chef Shantanu Narayen gegenüber dem Wirtschaftssender "Bloomberg", dass Apple und Adobe mittlerweile an einer Flash-Version für das iPhone arbeiten. Adobe bringt diese Zusammenarbeit immer wieder ins Gespräch, zuletzt erklärte Chef-Entwickler Paul Betlem im vergangenen September, dass man an Flash für das iPhone arbeite.

Keine Bestätigung von Apple

Auf Nachfrage musste Adobe jedoch einräumen, dass man auf die Unterstützung von Apple angewiesen ist, um die Programmierung zu beenden. Diese Unterstützung habe man aber mittlerweile, sagte Narayen dem Sender. Apple hat die Entwicklung bislang nicht bestätigt.

Version 4.7.0.99: Neue Firmware für Blackberry Storm 9530

Offizieller Release steht noch aus

Im Internet ist eine neue Version der Firmware für den Blackberry Storm 9530 aufgetaucht. Wie auch schon bei bisherigen Releases ist die Software mit der Versionsnummer 4.7.0.99 vor der eigentlichen Veröffentlichung als inoffizieller, kostenloser Download erhältlich. Laut ersten Berichten soll das Handy nach dem Update insgesamt etwas zügiger arbeiten. Zudem soll die Kamera schneller auslösen und bessere Bilder liefern.

Installation auf eigene Gefahr

Über die offiziellen Update-Kanäle der Mobilfunkanbieter wurde das neue Update allerdings bislang noch nicht verteilt. Die Installation des bei der Download-Site Megaupload verfügbaren, rund 130 Megabyte großen Updates erfolgt daher auf eigene Gefahr. Es bleibt abzuwarten, wann auch die Nutzer des hierzulande erhältliche Blackberry-Variante Blackberry Storm 9500 von den Neuerungen einer weiter überarbeiteten Firmware profitieren.

Orientierung unter dem Dach: Nokia entwickelt Gebäude-Navigation

Indoor Positioning wird weltweit getestet

Immer mehr Smartphones verfügen über GPS: Mit Hilfe der Satelliten-Navigation ist es einfacher, sich in fremden Terrain zurecht zu finden. Die Technik hat aber einen entscheidenden Nachteil: Sie funktioniert nur unter freiem Himmel. Das Nokia Research Center arbeitet derzeit an einer Technik, mit deren Hilfe sich Nutzer auch in großen Gebäuden wie Einkaufszentren oder Flughäfen zurecht finden können.

Auf ein bis zwei Meter genau

Die Software soll dabei auf Basis der vorhandenen WLAN-Sender die Position bestimmen und auf einer Gebäudekarte abbilden. Kommen zusätzliche, spezielle Sender zum Einsatz, soll die Position laut Nokia auf ein bis zwei Meter genau festgestellt werden können. Zusätzlich hat das Unternehmen Sensoren entwickelt, mit deren Hilfe zum Beispiel die Position einzelner Personen überwacht werden kann. Derzeit testet Nokia die Indoor-Positioning-Technik nach eigenen Angaben in 40 Gebäuden auf der ganzen Welt.

Sonntag, 1. Februar 2009

Gerücht: Zumba: Handy mit angeblich fehlerfreier Sprachsteuerung

Der Hersteller verspricht einhundertprozentige Zuverlässigkeit

Wie die BBC berichtet, will der englische Fabrikant "IA Technology" das "weltweit erste Handy, das einzig über die Sprache gesteuert werden kann" entwickelt haben. Diese Technik funktioniere laut Hersteller "zu einhundert Prozent fehlerfrei". Interessant, wenn man bedenkt, dass IA Technology vorher höchstens als Produzent von Software für Schleudersitze bekannt war.

Alle Daten werden online gespeichert
Wie die BBC weiter berichtet, können sowohl empfangene SMS vorgelesen als auch Sprache in eine SMS umgewandelt und anschließend versendet werden. Ein Video der BBC zeigt das relativ pompöse Headset des Geräts namens "Zumba" sowie ein etwas an Bang & Olufsen erinnerndes Bedienteil mit runder Tastatur. Interessant für die Privatsphäre: Es werden keinerlei Daten, Adressbucheinträge oder ähnliches auf dem Gerät selbst gesichert - alle Informationen werden auf einer Internetseite gespeichert.

Bolt: Neuer Browser für Java-kompatible Handys

Software befindet sich noch im Beta-Stadium

Immer mehr Menschen nutzen ihr Handy, um im Internet zu surfen. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Browser-Anbieter, die um die Gunst der Mobiltelefon-Nutzer buhlen: Mit dem Bolt Browser ist nun eine weitere kostenlose Alternative zu den etablierten Browsern in Sicht. Die Software soll laut dem Hersteller auf Java-kompatiblen Handys laufen.

Geschlossene Beta

Die Programmier von Bolt rühmen auf der Website vor allem die hohe Geschwindigkeit des Browsers. Wer dieses Versprechen überpüfen will, muss sich aber wohl etwas gedulden. Denn bislang ist die Software noch in einem geschlossenen Beta-Stadium: Das bedeutet, dass Nutzer das Programm noch nicht direkt herunterladen können, sondern sich zunächst auf der Bolt-Website registrieren und auf eine Einladung warten müssen.

Rezept zum Grillgericht "Bacon Explosion" löst Hype im Internet aus


„Bacon Explosion“

Dieses Grill-Monster erobert das Internet

Es ist das derzeit beliebteste Rezept im Internet. Es schlägt alle Rekorde. Und es ist definitiv nichts für Vegetarier.

Die "Bacon Explosion" besteht aus zwei Pfund Speck, zwei Pfund Hackfleisch und einer Barbecue-Sauce, die man sich selbst aussuchen darf. Das pfundige Grill-Vergnügen kommt auf stolze 5000 Kalorien und beinhaltet 500 Gramm pures Fett!

Grundlage des Ungetüms ist ein geflochtenes Gitter aus Speck-Streifen. Gefüllt wird dies mit Hackfleisch. Und in das Herz der Explosion kommt - na, was wohl - Fleisch!

Um die Erfinder der deftigen Explosion hat ein regelrechter Hype eingesetzt. Jason Day (27) und Aaron Chronister (32) veröffentlichten das Rezept ihrer Eigenkreation in ihrem Blog. Innerhalb von Tagen verbreitete sich ihre "Bacon Explosion" auf der ganzen Welt.

500.000 Surfer wollten sich die (überschaubare) Zutatenliste auf ihrer Seite anschauen. Und weit über 50.000 User haben sich ein YouTube-Video angeschaut, in dem die Kalorien-Bombe nachgekocht wird. Sogar die altehrwürdige New York Times druckte das Rezept ab.

Dann kann die nächste Grill-Saison wohl kommen. Bon Appetit!

USA: Ernennung von Hillary Clinton zur Außenministerin verfassungswidrig


Troubles für Hillary
Clintons Ernennung zur Ministerin angefochten

Ein US-Diplomat sorgt für schlechte Laune bei Hillary Clinton: David Rodearmel zieht gegen die Ernennung von Clinton zur neuen Außenministerin vor Gericht. Diese verstoße gegen die Verfassung, argumentierte er in seiner am Donnerstag von der Anwaltsorganisation "Judical Watch" in Washington veröffentlichten Klage.

Als Clinton Mitglied des Senats in Washington gewesen sei, habe dieser im Jänner 2007 einer Gehaltserhöhung für die damalige Außenministerin Condoleezza Rice zugestimmt. Laut Verfassung dürfe aber kein Senator ein Amt übernehmen, für das es zuvor eine Gehaltserhöhung genehmigt habe.

Das Problem war bereits bei der Ernennung Clintons durch Präsident Barack Obama im vergangenen Monat diskutiert worden. Um es aus der Welt zu schaffen, beschloss der Kongress, Clinton wieder auf das Außenministergehalt von 2006 zu setzen. Dieses beträgt 186.600 Dollar (rund 145.000 Euro) im Jahr.

"Keine persönlichen Motive"
Dieser taktische Schachzug trägt laut Rodearmel aber nicht den Erfordernissen der Verfassung Rechnung. Deshalb habe er Klage eingereicht, um das Problem grundsätzlich klären zu lassen. Sein Vorgehen sei nicht politisch oder persönlich motiviert.

Merkel verspricht Steuersenkungen nach der Wahl

Wahlkampf

Merkel verspricht Steuersenkungen

Acht Monate vor der Bundestagswahl verspricht die Kanzlerin: Wenn die Union gewinnt, werden die Steuern gesenkt. Sie kommt damit der CSU entgegen, die ein entsprechendes Signal beharrlich fordert.

Eine Steuerreform einschließlich Steuersenkungen gehöre zum Wahlprogramm ihrer Partei, sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag in Berlin. Es sei ungerecht, dass durch die kalte Progression inzwischen schon ein Facharbeiter mit ein paar Überstunden in den Spitzensteuersatz hineinrutsche. Sinnvoller sei es, wenn der Spitzensteuersatz 1000 Euro später erreicht werde.

Das Konjunkturpaket II mit der Absenkung des Eingangssteuersatzes und der Bekämpfung der sogenannten kalten Progression sei „nur ein erster Schritt für eine weitergehende Steuerreform“ gewesen. Damit sei das Thema Steuerentlastung nicht beendet, „mit mir nicht“, unterstrich Merkel.

Die CDU-Chefin wandte sich auch gegen Spitzenpolitiker ihrer Partei, die weitere Steuersenkungen mit Hinweis auf die hohe Staatsverschuldung abgelehnt hatten. Die CSU hatte von der CDU-Spitze in der vergangenen Woche dagegen ein Signal für weitere Entlastungen im Wahlkampf gefordert.

„Gute Mehrheit“ mit der FDP

Merkel schwor die Parteibasis auf das Superwahljahr 2009 ein. Sie sei „überzeugt, dass wir als CDU gemeinsam mit der CSU den Schlüssel selbst in der Hand haben“. Sie machte deutlich, dass das Ziel für die Bundestagswahl eine „starke CDU“ sei, für die „wir allerdings kämpfen müssen“. Mit der FDP zusammen wolle man dann „über eine gute Mehrheit“ verfügen. Merkel betonte, dass die Partei alle gesellschaftlichen Gruppen ansprechen müsse. Inhaltlich stehe die CDU weiter vor allem dafür, dass sich „Leistung lohnen muss“.

Merkel wandte sich außerdem gegen die Errichtung einer „Bad Bank“. Es müssten vielmehr Wege gefunden werden, „dass nicht die Steuerzahler die schlechten Produkte bezahlen und die Banken mit den guten Produkten wieder Gewinne machen“, sagte Merkel unter dem Beifall der Kreisvorsitzenden. „Die Banken müssen sich um all ihre Produkte kümmern, um die guten und um die schlechten.“ Es dürfe keine „Generallösung geben, in der man weltweit, alles was man verbockt hat, ablegt und hofft, dass nie wieder drüber gesprochen wird“.

Plädoyer für neue Weltwirtschaftsordnung

Die CDU-Vorsitzende versuchte ferner, die Bedenken der Basis zu zerstreuen, es werde zu wenig für den Mittelstand getan. Das Rettungspaket für die Banken und die Milliardenhilfe für die angeschlagene Hypo Real Estate (HRE) „machen wir nicht für die Banken“. Vielmehr müsse wegen der „Misswirtschaft“ der Banken der Staat darauf achten, dass beispielsweise die HRE „nicht alles mitreißt“. Daher helfe man mit diesen Maßnahmen auch dem Mittelstand und den Spareinlagen aller Bürger.

Merkel bekräftigte auch ihre Forderung nach einer neuen Weltwirtschaftsordnung. „Wir brauchen eine globale Architektur für das gemeinsame Wirtschaften“, sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Die strengeren Regelungen für die Finanzmärkte, Produkte und Banken, an denen die G20-Staaten derzeit arbeiteten, seien allein noch nicht ausreichend. Merkel sagte in ihrem Podcast weiter: „Wir alle wissen aus den Erfahrungen mit der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland: Märkte brauchen einen Ordnungsrahmen, und der Staat muss der Hüter der Ordnung sein.“

Forscher entdecken neue Elementen-Form, die es nicht geben dürfte

IONISCHER KRISTALL

Superharte Form des Elements Bor entdeckt

Eigentlich dürfte es das gar nicht geben: Forscher sind einer besonderen Form des Elements Bor auf die Spur gekommen. Bei ihr sind elektrische Ladungen unterschiedlich zwischen Atomen desselben Stoffs verteilt. So hoffen die Wissenschaftler, neue Materialien erschaffen zu können.

Das Halbmetall Bor ist ein echtes Sensibelchen. Aus wenigen Lagerstätten, vor allem in der Türkei, wird der besonders feste und steife Stoff gewonnen, der zum Beispiel in Hubschrauberrotoren sowie Tennis- und Golfschlägern zum Einsatz kommt. Doch schon auf minimale Verunreinigungen reagiert Bor empfindlich. Bereits ein Prozent an fremden Atomen kann Struktur und Eigenschaften so stark verändern, dass Wissenschaftler bei der Untersuchung des Stoffes Probleme bekommen.

Nun haben Forscher einen neuen, bislang unbekannten Zustand von Bor gefunden. Für seine Versuche brauchte der Kristallograph Artem Oganow, der mittlerweile an der State University of New York in Stony Brook arbeitet, äußerst reines Bor: Im Fachmagazin "Nature" berichtet er zusammen mit Kollegen, nur ein fremdes Atom pro eine Million Bor-Atome habe sich in seinen Proben noch gefunden.

Die Wissenschaftler heizten das Material auf mehr als 1500 Grad Celsius auf - und setzten es Drücken von 12 bis 30 Gigapascal aus. Um sich vorzustellen, wie viel das ist, hilft ein Vergleich: Um aus Graphit einen künstlichen Diamanten herzustellen, sind lediglich sechs Gigapascal nötig. Ab einem Druck von 19 Gigapascal konnten die Forscher eine aufregende Entdeckung machen. Das Bor bildete einen superharten Kristall - mit außergewöhnlichen Eigenschaften: Das Element im Kristall ist ionisiert. Das bedeutet, dass die Ladungen ungleich zwischen den Atomen verteilt sind.

Geht es nach dem Lehrbuch, dann dürfte eine Ionisierung eigentlich nur zwischen zwei unterschiedlichen Elementen vorkommen, etwa zwischen Natrium und Chlorid im Kochsalz. In der neu entdeckten Bor-Struktur findet die Ionisierung jedoch zwischen zwei Arten sogenannter Nanocluster desselben Elements statt. Zum einen bilden sich in dem Kristall Ikosaeder, also Körper aus zwanzig gleichseitigen Dreiecken. In ihnen finden sich je zwölf Atome zusammen. Zum anderen entstehen hantelartige Strukturen aus je zwei Atomen.

Die Forscher um Oganow sagen voraus, dass auch andere Elemente ionische Zustände einnehmen könnten. Als Beispiel führten sie bestimmte Kohlenstoffstrukturen an. Auf diese Weise ließen sich etwa Materialien erschaffen, die je nach Zustand Infrarotstrahlung absorbieren oder nicht. Außerdem, so die Wissenschaftler, könnten sich interessante Effekte im Zusammenhang mit Supraleitung ergeben.

Kreditabzocke per SMS in Skandinavien und Estland

In Skandinavien sind Kredite über das Mobiltelefon bereits zu einer wahren Schuldenfalle für jugendliche Spontan-Shopper geworden: Einfach eine SMS mit der gewünschten Summe an den Kreditvermittler schicken und binnen weniger Minuten steht das Geld zur Verfügung.

Vermeintlicher Vorteil des schnellen Gelds und oft auch der Beginn einer sich immer schneller drehenden Schuldenspirale: Es erfolgt keinerlei Überprüfung der Kreditwürdigkeit. Gegen das hohe Ausfallrisiko sichern sich die Anbieter stattdessen mit jährlichen Zinsen von bis zu 1000 Prozent ab. Deshalb sind in Skandinavien bereits viele Jugendliche hoch verschuldet, da sie weder die eigentliche Summe noch die Zinsen zurückzahlen können.

Deshalb wurde Anfang 2008 in Schweden eine neue Regelung erlassen, nach der die SMS-Kredite nicht mehr sofort, sondern erst am nächsten Tag ausgezahlt werden dürfen. Die schwedische Regierung verspricht sich von diesem Erlass, dass in den Stunden zwischen Kredit-Antrag und Auszahlung die Lust auf spontane Einkäufe verfliegt und der oftmals aus einem Impuls heraus beantragte Kredit nicht genutzt wird.

Trend greift auf Estland über

Von Skandinavien ist dieser bedenkliche Trend jetzt nach Estland übersprungen: Laut Informationen des Magazins "De-Bug" werden in Estland jährlich bereits zwischen 32 bis 64 Millionen Euro als Kredit übers Handy vergeben. Exaktere Zahlen liegen nicht vor, da die kreditvergebenden Unternehmen ihre Zahlen in der Regel nicht veröffentlichen und somit nicht zur Transparenz auf diesem undurchsichtigen Markt beitragen.

Platzhirsch bei der Vergabe von Krediten per SMS ist die estländische Firma SMS Laen, die in einer Pressemitteilung im November 2008 erklärte, dass ca. 10 Prozent der Kunden große Probleme bei der Rückzahlung des aufgenommenen Kredits haben.

Doch die zunehmende Bedeutung des Handys als digitale Brieftasche und mobiles Konto hat nicht nur ihre Schattenseiten, sondern bedeutet für Millionen armer Menschen Indien auch die einzige Möglichkeit, in den Besitz eines Girokontos zu gelangen. In Industrienationen wie Japan ist das Mobiltelefon hingegen bereits ein probater Ersatz für Bargeld: Viele alltägliche Einkäufe wie Lebensmittel, Fahrkarten oder Kinotickets werden bereits bargeldlos mit dem Handy bezahlt.

Obama hebt Krawattenzwang im Weißen Haus auf

Krawattenzwang ade
Obama lockert den Dress Code

29. Januar 2009 Kurswechsel in der Politik, neue Gepflogenheiten auch im Weißen Haus: Der amerikanische Präsident Barack Obama hat die strengen Bekleidungsvorschriften im Washingtoner Oval Office gelockert, wie die „New York Times“ am Donnerstag berichtete. Anzug- und Krawattenpflicht waren einmal.

Auch die täglichen Routinen des 47-Jährigen weichen demnach deutlich von denen seines Vorgängers George W. Bush ab: Seinen Arbeitstag beginnt Obama erst gegen 9.00 Uhr, etwa zwei Stunden später als der erklärte Frühaufsteher und Frühzubettgeher Bush. Als erste Tat am Morgen (um 6.45 Uhr) stemmt Obama Gewichte und absolviert sein Ausdauertraining - dafür nahm sich Bush mittags Zeit.

Mahlzeiten immer mit der Familie

Obama frühstückt stets mit seiner Familie und hilft dabei, seine Töchter Malia (10) und Sasha (7) schulfertig zu machen, ehe er die etwa 30 Sekunden dauernde Strecke vom Wohntrakt des Weißen Hauses nach unten ins Oval Office zurücklegt. Auch sein Abendessen nimmt Obama gemeinsam mit seiner Familie ein, anschließend zieht es ihn häufig wieder zurück ins Büro.

Dort haben ihn Angestellte des Weißen Hauses schon bis 22.00 Uhr Unterlagen für den nächsten Tag durchgehen sehen. Der Temperaturregler am Arbeitsplatz des neuen Präsidenten ist stets bis zum Anschlag aufgedreht. „Er ist aus Hawaii, okay?“, erklärte ein enger Mitarbeiter Obamas. „Er mag es warm. Man könnte dort Orchideen wachsen lassen.“