Regierung erwägt Einführung von Strahlenschutzkleidung
Obwohl negative Auswirkungen durch Handystrahlung nach wie vor nicht nachgewiesen wurden, werden immer wieder neue Produkte auf den Markt gebracht, die vor den Strahlen schützen sollen. In Weißrussland könnten künftig sogar alle Schulkinder abgeschirmt werden, wenn es nach einem ansässigen Textilhersteller geht, so die Los Angeles Times.
Abgeschirmte Tasche
Die weißrussischen Schuluniformen bieten eine spezielle Tasche für das Handy. Strahlung soll diese Tasche nicht durchdringen, das Kind sei dadurch geschützt. Während die Wirksamkeit der Abschirmung fraglich ist und Kritiker den Sinn der Maßnahme anzweifeln, sei es nicht unwahrscheinlich, dass die Schuluniformen bald zum Einsatz kommen. Die Regierung stehe dem Projekt wohlwollend gegenüber.
Schutzkleidung
Schon andere Unternehmen hatten versucht, mit Strahlenschutzkleidung für den Alltag zu punkten. So entwickelte der Schweizer Hersteller ISA Bodywear im Jahr 2007 Männer-Unterwäsche mit eingenähten Silberdrähten, die die Genitalien vor potenziell gefährlicher Handystrahlung schützen sollten. Levi's hatte bereits 2002 eine Kollektion von Jeans auf den Markt gebracht, deren Taschen Strahlung abhalten sollten.
Montag, 17. August 2009
GB: Gesundheitsbehörde warnt vor Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung
Schweinegrippe-Impfungen Nebenwirkungen gefährlicher als das Virus?
In England warnt bereits die Gesundheitsbehörde
Aus England wird Kritik gegen die geplante Schweinegrippen-Impfungen laut. Der britischen Zeitung „Daily Mail“ wurde ein internes Schriftstück der Gesundheitsbehörde zugespielt, in der vor extremen Nebenwirkungen gewarnt wird.
Durch die Impfung könnte die Gehirnkrankheit Guillain-Barre Syndrom (GBS) ausgelöst werden. Diese Krankheit greift die Nerven an, hat Lähmungen der Körperorgane und der Lungen zur Folge, die zum Tod führen können.
In einem Schreiben, das von den britischen Gesundheitsämtern Ende Juli an über 600 Neurologen des Inselstaates geschickt worden ist, wurde bereits vor einem möglichen Ansteigen der Krankheit gewarnt.
Die Warnung bezieht sich auf eine vergleichbare Massen-Impfung 1976 in den USA. Damals war mit einem ähnlichen Schweinegrippe-Virus-Stamm geimpft worden - mit teilweise katastrophalen Folgen:
• 500 Menschen erkrankten anschließend an GBS, 25 Menschen starben
• Die Impfung hatte die Erkrankungen von GBS um ein achtfaches erhöht
• Die Impfungen wurden nach nur zehn Wochen eingestellt
• Die US-Regierung zahlte anschließend Millionen Dollar Schadensersatzleistungen
Die Zeitung kritisiert, dass die Gefahren bislang vor der Bevölkerung geheim gehalten worden seien - obwohl Millionen Menschen die Impfungen erhalten sollen.
In Deutschland könnten die ersten Impfdosen Ende September ausgeliefert werden. Bis zu 25 Millionen Menschen sollen dann in Deutschland geimpft werden. Im bevölkerungsärmeren England sollen 13 Millionen Menschen zur selben Zeit den Impfschutz erhalten.
Der Impfstoff der Firma GlaxoSmithKline wurden bereits für den Medikamentenmarkt zugelassen.
Dennoch besteht weiterhin ein Restrisiko. Beispielsweise gibt es für die Schweinegrippe-Risikogruppe der Schwangeren und Kinder keine Vorab-Testergebnisse, da diese aus ethischen Gründen nicht genehmigt werden können.
Der Arzt und Buchautor Dr. Richard Halvorsen („The Truth About Vaccaines“, deutsch: „Die Wahrheit über Impfungen“) sagt: „Menschen mit ernsthaften und schweren Gesundheitsproblemen haben ein größeres Risiko an der Schweinegrippe zu sterben, als an möglichen Nebenwirkungen einer Impfung.“
Anders liege der Fall bei gesunden Menschen. Halverson: „In den meisten Fällen ist es ein sehr milder Virus, bei dem man ein paar Tage im Bett bleiben muss. Ich würde in Fragen stellen, ob wir eine Impfung dafür überhaupt benötigen.“
Urteil für Autofahrer: Bordstein hat bei Ein- und Ausfahrten keine Bedeutung
Gerichtsurteil:
Der fließende Verkehr hat vor Ausfahrten immer Vorrang. Ein «rechts vor links» würden den Verkehr zum Erliegen bringen, urteilten das Oberlandesgericht München.
Bei einer Ausfahrt gilt die übliche «Rechts-vor-links-Regel» nicht, denn der fließende Verkehr hat Vorrang. Dies hat das Oberlandesgericht München in einem Urteil bekräftigt. Die Einordnung als Ausfahrt hängt von äußeren Merkmalen ab; sie führt in der Regel zu einem Grundstück oder Parkplatz und hat keinen Straßennamen.
Bordsteinkante nicht ausschlaggebend
In dem verhandelten Fall stieß eine Autofahrerin beim Verlassen eines Parkplatzes mit einem auf der Straße fahrenden Pkw zusammen. Die Klägerin behauptete, dass sie Vorfahrt hatte, da sie für den anderen Autofahrer von rechts gekommen sei. Sie berief sich dabei darauf, dass die Ausfahrt nicht durch eine abgesenkte Bordsteinkante abgegrenzt war und sie diese daher als normale Straße bewertet hatte.
Die Richter stimmten der Klägerin nicht zu. In diesem Fall habe die Ausfahrt nicht dem fließenden Verkehr gedient, zitiert der Deutsche Anwaltverein (DAV) das Oberlandesgericht München. Dass sie nicht durch eine Bordsteinkante abgegrenzt war, sei nicht ausschlaggebend. Man könne vom Vorfahrtsberechtigten nicht verlangen, vor jeder nicht eindeutig zu identifizierenden Grundstücksausfahrt stehen zu bleiben (Oberlandesgericht München, AZ: 10 U 4845/08).
Familienvater wurde tot geprügelt, weil er seine Tochter beschützte
Es sollte ein friedlicher Abendspaziergang mit Frau und Tochter werden. Doch dann wurde für Leonard Arik Karp (59) daraus ein tödlicher Albtraum.
Die Familie war unterwegs am Strand von Tel-Baruch nördlich von Tel Aviv. Eine Gruppe von Jugendlichen näherte sich der Familie und begann Leonard Arik Karps (59) Tochter anzumachen.
Das liess sich der Mann nicht bieten und wies die Jugendlichen zurecht. Aus dem Wortgefecht wurde schnell blutiger Ernst: Acht Jugendliche begannen, auf den 59-Jährigen einzuschlagen, bis er am Boden lag. Frau und Tochter ergriffen die Flucht und holten Hilfe. Doch zu spät: Als sie zurückkamen, fehlte von Karp jede Spur.
Am nächsten Morgen fand die Polizei die Leiche des Mannes: Blutig geschlagen und offenbar im Meer ertränkt.
Den jungen Todesprüglern kam man schnell auf die Spur: Einige der Truppe betranken sich in einem Wäldchen, einige konnten gemäss der Zeitung «Haaretz» zuhause festgenommen werden.
Die insgesamt acht arabischen Teenager sowie zwei jüdische Mädchen behaupten, Karp habe noch gelebt, als sie von ihm abgelassen hätten. Sie seien alle unter Einfluss von Alkohol gestanden, als sie den Mann zusammengeschlagen hätten.
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach in den Medien von Lynchmord und kündete harte Strafen für die Jugendlichen an.
US-Kinocharts: "District 9" ganz vorne - neuer Streifen von Peter Jackson
"District 9" spitze in US-Kinos
Die Idee eines Ghettos für Außerirdische hat am Wochenende die US-Filmfans fasziniert. Der ungewöhnliche Fantasy-Thriller "District 9", von Neill Blomkamp als Regisseur in Szene gesetzt und produziert von Starregisseur Peter Jackson ("Herr der Ringe"), dominierte nach vorläufigen Studioangaben vom Sonntag mit 37 Millionen US-Dollar (26 Millionen Euro) die Kinocharts. Jackson tritt für den Streifen nicht als Regisseur sondern als Produzent auf. Auf Platz zwei verdrängt wurden die Hasbro-Elitesoldaten des Actionfilms "G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra" mit 22,5 Millionen US-Dollar.
Die Verfilmung des Bestsellers "Die Frau des Zeitreisenden" durch den deutschen Regisseur Robert Schwentke landete am Premierenwochenende auf Platz drei. Die unkonventionelle Liebesgeschichte mit den Hollywood-Stars Eric Bana und Rachel McAdams in den Hauptrollen erzählt die Geschichte eines Mannes, der wegen eines seltenen genetischen Defekts gezwungen ist, durch die Zeit zu reisen. Die 19,2 Millionen US-Dollar in den Kinokassen wurden Studioangaben zufolge zu 76 Prozent von Frauen gezahlt.
Viele weibliche Fans hatte auch die Koch-Komödie "Julie & Julia" mit Meryl Streep in der Rolle der passionierten Köchin Julia Childs. Er landete mit 12,4 Millionen US-Dollar auf Platz vier. Der animierte 3D-Actionfilm "G-Force - Agenten mit Biss" belegte mit Einnahmen von 6,9 Millionen US-Dollar Platz fünf.
Trailer:
Die Idee eines Ghettos für Außerirdische hat am Wochenende die US-Filmfans fasziniert. Der ungewöhnliche Fantasy-Thriller "District 9", von Neill Blomkamp als Regisseur in Szene gesetzt und produziert von Starregisseur Peter Jackson ("Herr der Ringe"), dominierte nach vorläufigen Studioangaben vom Sonntag mit 37 Millionen US-Dollar (26 Millionen Euro) die Kinocharts. Jackson tritt für den Streifen nicht als Regisseur sondern als Produzent auf. Auf Platz zwei verdrängt wurden die Hasbro-Elitesoldaten des Actionfilms "G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra" mit 22,5 Millionen US-Dollar.
Die Verfilmung des Bestsellers "Die Frau des Zeitreisenden" durch den deutschen Regisseur Robert Schwentke landete am Premierenwochenende auf Platz drei. Die unkonventionelle Liebesgeschichte mit den Hollywood-Stars Eric Bana und Rachel McAdams in den Hauptrollen erzählt die Geschichte eines Mannes, der wegen eines seltenen genetischen Defekts gezwungen ist, durch die Zeit zu reisen. Die 19,2 Millionen US-Dollar in den Kinokassen wurden Studioangaben zufolge zu 76 Prozent von Frauen gezahlt.
Viele weibliche Fans hatte auch die Koch-Komödie "Julie & Julia" mit Meryl Streep in der Rolle der passionierten Köchin Julia Childs. Er landete mit 12,4 Millionen US-Dollar auf Platz vier. Der animierte 3D-Actionfilm "G-Force - Agenten mit Biss" belegte mit Einnahmen von 6,9 Millionen US-Dollar Platz fünf.
Trailer:
TomTom mit iPhone-App für Navigation - Konkurrenz für Navigon
TomTom-App fürs iPhone
Der Navigationsspezialist TomTom hat den Vorstoß seines Konkurrenten Navigon gekontert und stellt seit Montag eine eigene Software im App-Store von Apple für das Multimedia-Handy iPhone zur Verfügung.
Die Applikation kostet knapp 70 Euro mit Karten für Deutschland, Österreich und der Schweiz, teilte TomTom mit. Für knapp 100 Euro lässt sich Westeuropa in den Speicher laden. Lauffähig ist das Tool auf den Modellen 3G und 3GS. Mit an Bord ist die hauseigene "IQ Routes"-Technologie, die Routen und Fahrzeiten nicht aufgrund von Annahmen sondern von den Erfahrungen anderer TomTom-Nutzer ermittelt - sofern die Fahrstrecke bereits andere genutzt und ihre Daten dafür freigegeben haben.
Grenzwertig ist die Integration europäischer Blitzer-Daten. In der Theorie könnten die Gesetzeshüter das genutzte iPhone bei einer Verkehrskontrolle in Deutschland beschlagnahmen. Das Mitführen von Radarwarngeräten im Auto ist nämlich strengstens untersagt. Weitere Features der TomTom-App automatische Neuberechnung beim Verlassen der ursprünglichen Route, Zusammenfassung der Route zur besseren Routenplanung, Kartenmaterial von Tele Atlas für die USA, Kanada, Europa, Australien und Neuseeland.
Optimierte Benutzeroberfläche fürs Wischen und Zoomen
Mit einer "optimierten Benutzeroberfläche" für das iPhone können TomTom-Nutzer wischen und zoomen, die Navigation im Hoch- und Querformat, in Tag- und Nacht-Farben, in 2D- und 3D-Ansicht sowie in 18 Sprachen bedienen lässt. Die Navigation zu Kontakten aus dem Adressbuch ist ebenso möglich wie eine Suche innerhalb der "Points of Interest", also Cafés, Tankstellen etc. Voraussetzung für die Verwendung der der App ist die Installation von OS3.0 und iTunes auf Mac oder PC. Navigon hatte seine Software bereits Ende Juni veröffentlicht.
Der Navigationsspezialist TomTom hat den Vorstoß seines Konkurrenten Navigon gekontert und stellt seit Montag eine eigene Software im App-Store von Apple für das Multimedia-Handy iPhone zur Verfügung.
Die Applikation kostet knapp 70 Euro mit Karten für Deutschland, Österreich und der Schweiz, teilte TomTom mit. Für knapp 100 Euro lässt sich Westeuropa in den Speicher laden. Lauffähig ist das Tool auf den Modellen 3G und 3GS. Mit an Bord ist die hauseigene "IQ Routes"-Technologie, die Routen und Fahrzeiten nicht aufgrund von Annahmen sondern von den Erfahrungen anderer TomTom-Nutzer ermittelt - sofern die Fahrstrecke bereits andere genutzt und ihre Daten dafür freigegeben haben.
Grenzwertig ist die Integration europäischer Blitzer-Daten. In der Theorie könnten die Gesetzeshüter das genutzte iPhone bei einer Verkehrskontrolle in Deutschland beschlagnahmen. Das Mitführen von Radarwarngeräten im Auto ist nämlich strengstens untersagt. Weitere Features der TomTom-App automatische Neuberechnung beim Verlassen der ursprünglichen Route, Zusammenfassung der Route zur besseren Routenplanung, Kartenmaterial von Tele Atlas für die USA, Kanada, Europa, Australien und Neuseeland.
Optimierte Benutzeroberfläche fürs Wischen und Zoomen
Mit einer "optimierten Benutzeroberfläche" für das iPhone können TomTom-Nutzer wischen und zoomen, die Navigation im Hoch- und Querformat, in Tag- und Nacht-Farben, in 2D- und 3D-Ansicht sowie in 18 Sprachen bedienen lässt. Die Navigation zu Kontakten aus dem Adressbuch ist ebenso möglich wie eine Suche innerhalb der "Points of Interest", also Cafés, Tankstellen etc. Voraussetzung für die Verwendung der der App ist die Installation von OS3.0 und iTunes auf Mac oder PC. Navigon hatte seine Software bereits Ende Juni veröffentlicht.
Kommt MacOS X Snow Leopard früher? Bereits in Produktion
MacOS X Snow Leopard wird produziert
Das neue Apple-Betriebssystem MacOS X Snow Leopard wird bereits produziert und könnte etwas früher erscheinen als ursprünglich geplant.
Dem Branchendienst "MacRumors" wurden am Wochenende Bilder von der Verpackung des Windows7-Rivalen zugespielt. Den Angaben zufolge wurde Build 10A432 zum sogenannten Golden Master ausgewählt - also die finale Produktionsversion. Ursprünglich hatte Apple geplant, MacOS X 10.6 erst im September auf den Markt zu werfen. So wird es auch noch auf der Web-Site des IT- und Medienkonzerns verkündet.
Der Produktionsstart nährt allerdings Spekulationen wonach es bereits Ende August soweit sein könnte: Snow Leopard wird nur wenig grundlegende Neuerungen mit sich bringen. Es handelt sich vielmehr um eine moderate Überarbeitung des bisherigen Betriebssystems.
Unter anderem kommen verschiedene optische Spielereien dazu, die Geschwindigkeit beim Ausschalten, Aufwachen des PCs und bei der Verbindung mit WLAN-Netzwerken wurde verbessert, die Installation um insgesamt sechs Gigabyte entschlackt, Quicktime überarbeitet, fast alle Systemprogramme auf 64-Bit-Code umgestellt - auch der "Finder" - und selbst ein "zuverlässigeres Auswerfen von Medien" soll dann möglich sein. Das hatte in der Vergangenheit nicht wirklich geklappt - Snow Leopard zeigt nun wenigstens an, welches Programm auf das betreffende Laufwerk zugreift, wird es beendet, lässt sich das Laufwerk korrekt auswerfen. Weitere Details sind hier zu finden.
Microsoft kommt mit Windows7 am 22. Oktober auf den Markt und erhofft sich davon einen enormen Schub. Der XP-Nachfolger Vista war ein Rohrkrepierer.
Das neue Apple-Betriebssystem MacOS X Snow Leopard wird bereits produziert und könnte etwas früher erscheinen als ursprünglich geplant.
Dem Branchendienst "MacRumors" wurden am Wochenende Bilder von der Verpackung des Windows7-Rivalen zugespielt. Den Angaben zufolge wurde Build 10A432 zum sogenannten Golden Master ausgewählt - also die finale Produktionsversion. Ursprünglich hatte Apple geplant, MacOS X 10.6 erst im September auf den Markt zu werfen. So wird es auch noch auf der Web-Site des IT- und Medienkonzerns verkündet.
Der Produktionsstart nährt allerdings Spekulationen wonach es bereits Ende August soweit sein könnte: Snow Leopard wird nur wenig grundlegende Neuerungen mit sich bringen. Es handelt sich vielmehr um eine moderate Überarbeitung des bisherigen Betriebssystems.
Unter anderem kommen verschiedene optische Spielereien dazu, die Geschwindigkeit beim Ausschalten, Aufwachen des PCs und bei der Verbindung mit WLAN-Netzwerken wurde verbessert, die Installation um insgesamt sechs Gigabyte entschlackt, Quicktime überarbeitet, fast alle Systemprogramme auf 64-Bit-Code umgestellt - auch der "Finder" - und selbst ein "zuverlässigeres Auswerfen von Medien" soll dann möglich sein. Das hatte in der Vergangenheit nicht wirklich geklappt - Snow Leopard zeigt nun wenigstens an, welches Programm auf das betreffende Laufwerk zugreift, wird es beendet, lässt sich das Laufwerk korrekt auswerfen. Weitere Details sind hier zu finden.
Microsoft kommt mit Windows7 am 22. Oktober auf den Markt und erhofft sich davon einen enormen Schub. Der XP-Nachfolger Vista war ein Rohrkrepierer.
Lernstoff besser merken: Wie die Loci-Technik Ihrem Kind beim Erinnern hilft
In der Schule lernt Ihr Kind jeden Tag etwas Neues. In der nächsten Klassenarbeit muss es dann diese Informationen wieder hervorholen. Sich nach einigen Wochen wieder an bestimmte Sachverhalte, Daten und Fakten zu erinnern, ist jedoch gar nicht so einfach. Wenn Ihr Kind konzentriert und motiviert ist, einen festen Arbeitsplatz hat und ungestört lernen kann, verspricht die Loci-Technik großen Erfolg.
Die Loci-Technik ist eine der spannendsten Methoden, mit der nahezu jede Art von Lernstoff gespeichert werden kann. Bei ihr geht es darum, sich eine Reihe von Begriffen oder Eckpunkten gut merken zu können.
Dieses Wissen benutzt die Loci-Technik, indem dabei eigene, individuelle Assoziationen geschaffen werden, die es leichter machen, Informationen abzurufen Orientierungspunkte sind dabei die 10 verschiedenen Stationen eines Zimmers, einer Wohnung oder eines Hauses. Die Reihenfolge und die einzelnen Orte müssen immer gleich sein, das heißt, sie dürfen auch bei anderen Versuchen nicht vertauscht oder verwechselt werden und können zum Beispiel so aussehen:
1. Haustür mit Guckloch
2. Flur mit Schirmständer
3. Küche mit Toaster
4. Schüssel mit Seifenspender
5. Wohnzimmer mit Kamin
6. Treppenhaus mit knarrenden Stufen
7. Kinderzimmer mit Hängematte
8. Bad mit Quietsche-Entchen
9. Abstellkammer mit Schuhen
10. Dachboden mit Truhe
Beispiel:
Ihr Kind muss ein kurzes Referat über die einheimischen Frösche halten. Die verschiedenen Inhalte des Referats werden nunmehr in der entsprechenden Reihenfolge an die jeweiligen Orte, so viele es eben benötigt, geknüpft. Den Rahmen kann eine lustige oder skurrile Geschichte bilden, je ausgefallener desto besser.
1. Jemand guckt aus dem Guckloch an der Tür. Der Froschlaich, viele kleine runde Kügelchen mit einem schwarzen Punkt in der Mitte, klebt an der Haustür.
2. Neben dem Schirmständer im Flur steht ein Eimer mit winzigen Kaulquappen, die aus dem Laich geschlüpft sind.
3. In der Küche sitzen neben dem Toaster ältere Kaulquappen, denen schon Hinterbeine gewachsen sind.
4. Auf der Toilette hüpfen die Kaulquappen, die nun auch Vorderbeine und einen Mund haben, in die Toilette, um sich zu ihrem neuen Lebensraum zu begeben, dem Froschteich.
5. Im Wohnzimmer leben die Frösche, die aus den Kaulquappen geworden sind. Sie sitzen am Kamin und atmen mit ihren Lungen Sauerstoff.
usw...
Die Loci-Technik ist eine der spannendsten Methoden, mit der nahezu jede Art von Lernstoff gespeichert werden kann. Bei ihr geht es darum, sich eine Reihe von Begriffen oder Eckpunkten gut merken zu können.
Dieses Wissen benutzt die Loci-Technik, indem dabei eigene, individuelle Assoziationen geschaffen werden, die es leichter machen, Informationen abzurufen Orientierungspunkte sind dabei die 10 verschiedenen Stationen eines Zimmers, einer Wohnung oder eines Hauses. Die Reihenfolge und die einzelnen Orte müssen immer gleich sein, das heißt, sie dürfen auch bei anderen Versuchen nicht vertauscht oder verwechselt werden und können zum Beispiel so aussehen:
1. Haustür mit Guckloch
2. Flur mit Schirmständer
3. Küche mit Toaster
4. Schüssel mit Seifenspender
5. Wohnzimmer mit Kamin
6. Treppenhaus mit knarrenden Stufen
7. Kinderzimmer mit Hängematte
8. Bad mit Quietsche-Entchen
9. Abstellkammer mit Schuhen
10. Dachboden mit Truhe
Beispiel:
Ihr Kind muss ein kurzes Referat über die einheimischen Frösche halten. Die verschiedenen Inhalte des Referats werden nunmehr in der entsprechenden Reihenfolge an die jeweiligen Orte, so viele es eben benötigt, geknüpft. Den Rahmen kann eine lustige oder skurrile Geschichte bilden, je ausgefallener desto besser.
1. Jemand guckt aus dem Guckloch an der Tür. Der Froschlaich, viele kleine runde Kügelchen mit einem schwarzen Punkt in der Mitte, klebt an der Haustür.
2. Neben dem Schirmständer im Flur steht ein Eimer mit winzigen Kaulquappen, die aus dem Laich geschlüpft sind.
3. In der Küche sitzen neben dem Toaster ältere Kaulquappen, denen schon Hinterbeine gewachsen sind.
4. Auf der Toilette hüpfen die Kaulquappen, die nun auch Vorderbeine und einen Mund haben, in die Toilette, um sich zu ihrem neuen Lebensraum zu begeben, dem Froschteich.
5. Im Wohnzimmer leben die Frösche, die aus den Kaulquappen geworden sind. Sie sitzen am Kamin und atmen mit ihren Lungen Sauerstoff.
usw...
So machen Sie Ihr Kind stark und selbstbewusst
Es gibt durchaus viele Möglichkeiten, wie Sie Ihr Kind dabei unterstützen können, sich mutig und voller Selbstvertrauen den Abenteuern des Alltags zu stellen.
Unsere folgenden 3 Tipps helfen Ihnen dabei.
1. Geben Sie Ihrem Kind Urvertrauen!
Ohne einen sicheren Rückhalt traut sich kein Mensch hinaus in die weite Welt. Signalisieren Sie Ihrem Kind stets, dass nichts Ihre Liebe zu ihm erschüttern kann. Besonders Streitigkeiten, Auseinandersetzungen oder Fehler sollten immer besprochen und geklärt werden.
Richtig:
Sich nach jedem Streit zu versöhnen! Ihrem Kind körperliche Nähe geben.
Sich vor dem Schlafengehen aussprechen. Fehler entschuldigen und gemeinsam überlegen, wie es besser gemacht werden kann.
Falsch:
Liebesentzug als Strafe einsetzen. Sagen Sie nie: Wenn du dies und jenes nicht machst, habe ich dich nicht mehr lieb! Reiten Sie nicht auf Fehlern herum und seien Sie nicht besserwisserisch: Ich habe dir doch gleich gesagt, dass du das nicht kannst.
2. Motivieren Sie Ihr Kind, Verantwortung zu übernehmen!
Stärken Sie die Fähigkeit Ihres Kindes, für sich selbst und seine Taten Verantwortung zu übernehmen. Schließlich heißt Entwicklung auch, sich Tag für Tag von der Abhängigkeit der Eltern freizumachen, damit später ein selbstständiges Leben möglich wird.
Richtig:
Sich nach einem Streit mit Freunden entschuldigen. Taschengeld selber einteilen. Aufgaben übernehmen, z. B. Haustier versorgen. Konsequenzen aus Fehlverhalten tragen etc. Erledigt Ihr Kind die Aufgaben gut, darf es ruhig kräftig dafür gelobt werden.
Falsch:
Aus Zeitmangel oder Ungeduld Ihrem Kind Verantwortung abnehmen, z. B. seine Blumen gießen, sein Verhalten entschuldigen, seine Hausaufgaben beim Freund abfragen, sein Haustier füttern etc.
3. Zeigen Sie Ihrem Kind Ihre Anerkennung!
Super gemacht! Kinder im Grundschulalter brauchen die Anerkennung ihrer Bezugspersonen, sobald sie eine echte Leistung erbracht haben. Durch positives Feedback werden sie motiviert und strengen sich dann noch mehr an.
Richtig:
Klasse, wie lange du mir im Garten geholfen hast. Jetzt haben wir das meiste Unkraut herausgezupft. Ohne dich hätte das viel länger gedauert, und mein Rücken würde wahrscheinlich viel mehr schmerzen.
Falsch:
Sieh dir mal an, was du da herausgezupft hast. Neben dem Unkraut sind dir einige meiner kleinen Erdbeerpflänzchen zum Opfer gefallen. Beim nächsten Mal mache ich das lieber wieder alleine.
Unsere folgenden 3 Tipps helfen Ihnen dabei.
1. Geben Sie Ihrem Kind Urvertrauen!
Ohne einen sicheren Rückhalt traut sich kein Mensch hinaus in die weite Welt. Signalisieren Sie Ihrem Kind stets, dass nichts Ihre Liebe zu ihm erschüttern kann. Besonders Streitigkeiten, Auseinandersetzungen oder Fehler sollten immer besprochen und geklärt werden.
Richtig:
Sich nach jedem Streit zu versöhnen! Ihrem Kind körperliche Nähe geben.
Sich vor dem Schlafengehen aussprechen. Fehler entschuldigen und gemeinsam überlegen, wie es besser gemacht werden kann.
Falsch:
Liebesentzug als Strafe einsetzen. Sagen Sie nie: Wenn du dies und jenes nicht machst, habe ich dich nicht mehr lieb! Reiten Sie nicht auf Fehlern herum und seien Sie nicht besserwisserisch: Ich habe dir doch gleich gesagt, dass du das nicht kannst.
2. Motivieren Sie Ihr Kind, Verantwortung zu übernehmen!
Stärken Sie die Fähigkeit Ihres Kindes, für sich selbst und seine Taten Verantwortung zu übernehmen. Schließlich heißt Entwicklung auch, sich Tag für Tag von der Abhängigkeit der Eltern freizumachen, damit später ein selbstständiges Leben möglich wird.
Richtig:
Sich nach einem Streit mit Freunden entschuldigen. Taschengeld selber einteilen. Aufgaben übernehmen, z. B. Haustier versorgen. Konsequenzen aus Fehlverhalten tragen etc. Erledigt Ihr Kind die Aufgaben gut, darf es ruhig kräftig dafür gelobt werden.
Falsch:
Aus Zeitmangel oder Ungeduld Ihrem Kind Verantwortung abnehmen, z. B. seine Blumen gießen, sein Verhalten entschuldigen, seine Hausaufgaben beim Freund abfragen, sein Haustier füttern etc.
3. Zeigen Sie Ihrem Kind Ihre Anerkennung!
Super gemacht! Kinder im Grundschulalter brauchen die Anerkennung ihrer Bezugspersonen, sobald sie eine echte Leistung erbracht haben. Durch positives Feedback werden sie motiviert und strengen sich dann noch mehr an.
Richtig:
Klasse, wie lange du mir im Garten geholfen hast. Jetzt haben wir das meiste Unkraut herausgezupft. Ohne dich hätte das viel länger gedauert, und mein Rücken würde wahrscheinlich viel mehr schmerzen.
Falsch:
Sieh dir mal an, was du da herausgezupft hast. Neben dem Unkraut sind dir einige meiner kleinen Erdbeerpflänzchen zum Opfer gefallen. Beim nächsten Mal mache ich das lieber wieder alleine.
Leichtathletik / WM - Bolt: "Es wird bei 9,40 aufhören"
Es war die Show der bisherigen Wettkämpfe - das Finale über die 100 Meter. Im Interview spricht Usain Bolt über das Rennen.
Berlin - Es gab keine Showeinlage wie in Peking. Usain Bolt lief um jede Hundertstel kämpfend über die Ziellinie.
Einzig ein kurzer Blick über die Schulter war zu vernehmen. Dann prangte die Zeit auf der Uhr: 9,58 Sekunden - kein Mensch ist jemals schneller die 100 Meter gelaufen.
Dabei war das Primärziel die Goldmedaille: "Ich bin gar nicht auf Weltrekord gelaufen", sagte Bolt nach dem Rennen.
Im Interview spricht der neue Weltmeister über das Rennen, Gegner Tyson Gay und die Atmosphäre im Berliner Olympiastadion.
Frage: Herr Bolt, Sie haben mit Ihrem WM-Sieg in der Fabel-Weltrekordzeit von 9,58 Sekunden erneut Geschichte geschrieben. Wie fühlt man sich als schnellster Mann der Welt?
Usain Bolt: Ich bin gar nicht auf Weltrekord gelaufen. Ich wollte nur rausgehen und gewinnen. Aber ich habe immer gesagt, dass bei mir alles möglich ist. Alles lief perfekt. Das ist ein großer Moment der Geschichte.
Frage: Wie haben Sie die 100 Meter wahrgenommen?
Bolt: Der Start war für meine Verhältnisse gut. Nach 20 Metern war ich mit dabei, danach lief es wie von selbst. Am Ende habe ich über meine Schultern geschaut und gesehen, dass alles klar ist. Es war ziemlich gut.
Frage: Geht es noch schneller für Sie? Wo liegt die Grenze?
Bolt: Ich denke, es wird bei 9,40 aufhören. Aber man weiß nie, alles ist möglich. Wir werden einfach weiter um die Wette laufen.
Frage: Wer war der Bessere: der Usain Bolt von Peking oder der Usain Bolt von Berlin?
Bolt: Ich bin definitiv gut in Form, aber noch nicht in der Form von Peking. Ich habe diese Saison mit dem Training spät angefangen. Außerdem hatte ich zwischendurch einen Autounfall, bei dem ich mich am Fuß verletzt hatte. Aber bei Meisterschaften bin ich immer bereit. Ich liebe es einfach, gegen diese Jungs anzutreten. Es motiviert mich.
Frage: Am Donnerstag wollen Sie über 200 Meter das zweite Gold holen - auch wieder in Bestzeit?
Bolt: Ich denke nicht, dass ich auch über 200 Meter Weltrekord laufen kann. Das Rennen wird sehr schwierig. Tyson Gay ist der 200-Meter-Champion, er wird jetzt sicher nicht mit mir um die Wette lächeln. Es wird ein fantastisches Rennen werden. Die Show geht weiter.
Frage: Was halten Sie von ihrem Dauer-Rivalen?
Bolt: Tyson ist ein großartiger Athlet, er pusht mich auf ein höheres Niveau. Duelle wie die zwischen Tyson und mir helfen der Sportart, locken die Zuschauer ins Stadion. Und sie machen die Leichtathletik auch bei Sponsoren interessant. Dadurch haben wir beide wiederum ein schönes Leben.
Frage: Bei Olympia in Peking haben Sie Hähnchen-Nuggets als ein Erfolgsrezept ausgemacht. Standen die auch in Berlin auf dem Speiseplan?
Bolt: Mein Coach sagte mir, dass es hier keine Nuggets gibt. Aber ich habe sie bei McDonalds gefunden. Ich habe ein paar davon gegessen, das ist gut für mich.
Frage: Vor jedem Rennen schneiden Sie Grimassen, spielen mit der Kamera, posieren vor den Fans. Nehmen Sie den Wettkampf nicht ernst?
Bolt: Ich trainiere das ganze Jahr sehr hart. Wenn ich an den Startblock gehe, dann weiß ich, was zu tun ist. Dann kann ich das Rennen genießen, dann ich mache mir keine Sorgen. Ich weiß, dass ich gut sein werde.
Frage: Wie sehr hat Sie das Publikum beflügelt?
Bolt: Die Zuschauer haben mir sehr viel Energie gegeben. Das werde ich nicht vergessen.
Sonntag, 16. August 2009
Mobiles Internet noch kein Produkt für die Masse
Verbindungsgebühren sind Hemmschuh für viele Kunden
Trotz technischer Fortschritte bei den Endgeräten und beim Netzausbau sowie sinkender Gebühren bleibt das mobile Internet ein Dienst, den nur eine Minderheit unter den Handynutzern regelmäßig in Anspruch nimmt. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß, für die rund 120.00 Internetnutzer befragt wurden, hat ergeben, dass ein großer Teil der Handybesitzer den mobilen Weg ins Netz scheuen.
Die Zahlen
Die Studie hat ergeben, dass ein knappes Viertel der Befragten mindestens ein Mal pro Woche mobil surft und damit als regelmäßige Nutzer gilt. Von den Nicht- oder Gelegenheitsnutzern wollen fünf Prozent der Befragten in der nächsten Zukunft den Schritt ins mobile Netz machen, ein Drittel war unentschlossen. 60 Prozent der Befragten, die nicht regelmäßig auf dem Handy surfen, haben angegeben, dass das mobile Internet für sie auf absehbare Zeit überhaupt nicht in Frage kommt.
Preis hemmt die Kunden
Als Begründung für die mangelnde Akzeptanz der mobilen Internetangebote auf Handys oder Smartphones haben rund 70 Prozent den ihrer Ansicht nach zu hohen Preis für die Verbindung ins Netz angegeben. Gut vierzig Prozent der Befragten empfinden das Surfen auf den kleinen Endgeräten als zu unkomfortabel. Knapp dreißig Prozent der Befragten haben generell kein Interesse am mobilen Internet.
Trotz technischer Fortschritte bei den Endgeräten und beim Netzausbau sowie sinkender Gebühren bleibt das mobile Internet ein Dienst, den nur eine Minderheit unter den Handynutzern regelmäßig in Anspruch nimmt. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß, für die rund 120.00 Internetnutzer befragt wurden, hat ergeben, dass ein großer Teil der Handybesitzer den mobilen Weg ins Netz scheuen.
Die Zahlen
Die Studie hat ergeben, dass ein knappes Viertel der Befragten mindestens ein Mal pro Woche mobil surft und damit als regelmäßige Nutzer gilt. Von den Nicht- oder Gelegenheitsnutzern wollen fünf Prozent der Befragten in der nächsten Zukunft den Schritt ins mobile Netz machen, ein Drittel war unentschlossen. 60 Prozent der Befragten, die nicht regelmäßig auf dem Handy surfen, haben angegeben, dass das mobile Internet für sie auf absehbare Zeit überhaupt nicht in Frage kommt.
Preis hemmt die Kunden
Als Begründung für die mangelnde Akzeptanz der mobilen Internetangebote auf Handys oder Smartphones haben rund 70 Prozent den ihrer Ansicht nach zu hohen Preis für die Verbindung ins Netz angegeben. Gut vierzig Prozent der Befragten empfinden das Surfen auf den kleinen Endgeräten als zu unkomfortabel. Knapp dreißig Prozent der Befragten haben generell kein Interesse am mobilen Internet.
Kinovorschau: "Planet 51" - Überirdischer Trickfilm
"Planet 51" - wo der Mensch zum Außerirdischen wird
Vor 40 Jahren betrat mit Neil Armstrong der erste Mensch den Mond. Doch was wäre gewesen, wenn sich vor dem Menschen bereits andere, außerirdische Lebewesen auf dem Mond breitgemacht hätten und statt dem berühmten Mann im Mond lauter kleine grüne Männchen auf dem Planeten rumtollten, die sich sogar bereits häuslich niederließen? Nicht vorstellbar? Doch, denn genau das passiert unseren Astronauten bei einer neuen Planeten-Erkundung - dem Planeten 51. Nur sind diese Männchen über den sonderbaren Besuch nicht sonderlich begeistert, denn so komisch wie er aussieht, handelt es sich nicht nur um einen aus ihrer Sicht Außerplanetarischen, sondern um ein Monster. Bleibt noch die Frage, wer eigentlich vor wem mehr Angst hat. Die Antwort darauf gibt es ab dem 3. Dezember im Kino, den ersten Trailer bereits auf magnus.de.
"Planet 51" ist das Erstlingswerk von Regisseur Jorge Blanco. Der Trickfilm von Sony Pictures soll eine galaktisch große, animierte, außerirdische Abenteuerkomödie werden, das Drehbuch stammt aus der Feder von Joe Stillman, der bereits mit den Skripts zu "Shrek 1+2" ein Gespür für grüne Männchen bewies. Den Bewohnern von Planet 51 leihen im Original Stars wie Gary Oldman ("Harry Potter 3-5", "The Dark Knight"), Jessica Biel ("Chuck und Larry: Wie Feuer und Flamme", "Blade: Trinity"), John Cleese ("Der rosarote Panther 2", "3 Engel für Charlie: Volle Power") und Seann William Scott ("American Pie") ihre Stimmen. Die deutschen Stimmen sing bislang noch nicht bekannt.
"Planet 51" Darum geht es im Film
Der US-amerikanische Astronaut Captain Charles "Chuck" Baker denkt, er wäre der erste Mensch, der einen Fuß auf den Planeten 51 setzt. Zu seiner Überraschung muss er feststellen, dass der Planet von kleinen grünen Männchen bewohnt wird, die ein glückliches Leben mit Barbecue-Partys und weißen Lattenzäunen führen, das an das fröhliche und unschuldige Amerika der 1950er erinnert. Ihre einzige Angst ist, dass sie von außerirdischen Eindringlingen überfallen werden – Eindringlingen wie Chuck! Mit der Hilfe seines Roboterkameraden "Rover" und seinem neuen Freund Lem, muss sich Chuck seinen Weg durch die schillernde und verwirrende Landschaft von Planet 51 bahnen, um dem Schicksal zu entkommen, ein Ausstellungsobjekt im "Weltall-Museum der außerirdischen Eindringlinge" auf Planet 51 zu werden.
[FAQ] Windows 7 – die 30 am häufigsten gestellten Fragen
Was sie über Microsofts neues Betriebssystem wissen sollten
Wussten Sie beispielsweise, dass der Vista-Nachfolger unter dem Codenamen "Vienna" entwickelt wurde? DirectX 11 an Bord ist? Die Testversion von Windows 7 nur noch bis 20. August 2009 zum Download bereit steht? Und, dass die Ultimate-Version 300 Euro kosten soll?
Ab 22. Oktober steht Microsofts neues Betriebssystem "Windows 7" im Handel. Zeit, die wichtigsten Fakten zusammenzutragen. Magnus.de hat sich für Sie auf Spurensuche begeben und eine Sammlung mit Antworten zu häufig gestellten Fragen zusammen gestellt.
Tipp: Die neudeutsch "Frequently Asked Questions" (FAQ) zu Windows 7 werden konsequent ausgebaut. Reinschauen lohnt sich also!
Frage: Woher stammt der Name "Windows 7"?
Bereits im Juli 2006 verkündete Microsoft, dass die Planungen an einer neuen Windows-Version angelaufen seien und die Arbeiten an dem kommenden Betriebssystem-Version aus Redmond den Codenamen "Windows Vienna" tragen würden. An dem Arbeitstitel Windows Vienna änderte sich in der Folgezeit zunächst nichts, erst im Herbst 2008 zurrte das Unternehmen dann die Bezeichnung "Windows 7" fest.
Microsoft begründete die Namenswahl in erster Linie mit der Einfachheit des Namens. In den vorangegangen Jahren hätte man verschiedene Herangehensweisen ausprobiert, angefangen bei Nummern wie bei Windows 3.11, Jahreszahlen wie bei Windows 98 oder Markennamen wie bei Windows Vista, argumentierte der Hersteller. Mit Windows 7 kehre man nun zurück zur Nummerierung, weil Windows mehr sei "als nur ein Betriebssystem für PCs. Dazu gehören inzwischen weitere Software-Angebote und Services, die durch die einfache Bezeichnung besser eingebunden werden. Windows 7 ist die siebte Windows-Version."
Frage: Welche Versionen von Windows 7 wird es geben?
Windows 7 kommt in den sechs Varianten "Starter", "Home Basic", "Home Premium", "Professional", "Ultimate" und "Enterprise" mit gestaffelten Fähigkeiten. Jede höhere Edition enthält dabei sämtliche Funktionen der jeweils niedrigeren Version.
Frage: Wie unterscheiden sich die einzelnen Versionen?
Windows 7 Starter - entspricht einer Mischung aus "Vista Starter" und "Home Basic". Wird nicht als Retail-Version angeboten, sondern nur zusammen mit einem PC verkauft. Als einzige Version weist sie größere Limitationen auf: keine Aero-Glass-Oberfläche, kein Media Center, maximal drei Anwendungen gleichzeitig, keine Erstellung von "Home Group"-Netzwerken.
Windows 7 Home Premium - Ein der beiden Hauptversionen sowohl für den Retail-Markt als auch für die Systemhersteller. Enthält wie Vista Home Premium alles Wichtige, es fehlen unter anderem weiterreichende Backup-Funktionen, das EFS-Verschlüsselungssystem und die Möglichkeit Remote Desktops zu hosten. Das "Premium" weist darauf hin, dass es - als heimliche sechste Version - dann doch wieder ein "Home Basic" geben soll. Ähnlich wie bei Vista Starter allerdings nur in Schwellenländern; in Deutschland wird "Home Basic" weder erhältlich sein noch sonst irgendeine Rolle spielen.
Windows 7 Professional - Die zweite Hauptversion wird es ebenfalls als Retail und für die Systembuilder geben. Ähnlich wie bei XP werden die zusätzlichen Features im Vergleich zur billigeren Variante für die meisten Nutzer unerheblich sein. Sie umfassen vor allem die bei "Home Premium" noch als fehlend genannten Teile sowie eine erweiterte Funktionalität im Netzwerk und bei der Gruppenarbeit.
Windows 7 Enterprise - Wie bisher ist die Enterprise-Edition ausschließlich zur Volumenlizenzierung vorgesehen. Der inhaltliche Umfang entspricht Windows 7 "Ultimate".
Frage: Gibt es Unterschiede zwischen der deutschen und englischen Windows 7-Version?
Angaben von Microsoft zufolge gibt es funktional keine Unterschiede zwischen den Länderversionen. 98 Prozent der Betriebssystem-Basis von Windows 7 sind globalisiert, so Microsoft-Manager Jürgen Schwertl in einem Interview mit magnus.de. Funktionen wie DVB-T oder DVBT-S, die für bestimmte Märkte entwickelt wurden, sind etwa auch in einer chinesischen Version vorhanden. Und umgekehrt ist auch die Darstellung von chinesischen Texten in der deutschen Version machbar.
"Die Hintergrundbilder sind die 2 Prozent, die noch für ein 100 Prozent globalisiertes Windows fehlen. Insgesamt gibt es für Windows 20 länderspezifische Hintergrundbild-Themes. Diese alle in Windows 7 vorzuhalten, würde die DVD sprengen", so Schwertl.
Frage: Welche Vorteile bietet die 64-Bit-Version von Windows 7?
Das neue Betriebssystem erscheint wie sein Vorgänger Windows Vista in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version. Zu den Vorteilen der 64-Bit-Variante gehört, dass es mehr als vier GB an Arbeitsspeicher adressieren kann. In Zahlen ausgedrückt: Bis zu 16 GB lassen sich mit der 64-Bit-Version von Home Premium ansprechen, gar bis zu 192 GB sind es mit der Professional- und Ultimate-Version.
Zum anderen lassen sich mit der 64-Bit-Version natürlich auch 64-Bit-Anwendungen betreiben, wovon insbesondere datenintensiven Anwendungen wie CAD oder Video profitieren. Im direkten Vergleich mit entsprechenden 32-Bit-Fassungen schlägt sich dies dann meist in einer höheren Leistung nieder.
Frage: Wie schneidet Windows 7 im Vergleich zu XP oder Vista ab - in puncto Funktionsumfang?
Wir haben sogar den Taschenrechner überarbeitet! Der neue Windows-Chef bei Microsoft, Steven Sinofsky, konnte sich diesen Hinweis bei einer Pressekonferenz in Los Angeles nicht verkneifen. Sinofsky ging es darum, zu zeigen, wie gründlich das Betriebssystem überarbeitet wurde - und die Entwickler bei Microsoft haben ganze Arbeit geleistet, wie die Kollegen vom PC Magazin recherchiert haben, gleich ob beim Taschenrechner oder Paint.
Selbstverständlich hat Microsoft noch ganz andere Neuerungen und Änderungen in petto, wie der Vergleich des kommenden Betriebssystems mit Windows XP (SP3) und Windws Vista belegt (siehe Tabelle).
Neben einer überarbeiten Desktopsuche gibt es nun etwa einen "Problem Steps Recorder". Dieser funktioniert wie eine Kamera, die bei jeder Aktion des Benutzers ein Foto des Desktops schießt. Der Anwender klickt zunächst auf Aufzeichnung starten. Danach führt er die problematischen Arbeitsschritte durch. Ist alles erledigt, klickt er auf Aufzeichnung beenden. Zu jedem Vorgang kann der Anwender zusätzlich einen Kommentar eintippen. Hilfreich bei Problemem mit dem System.
Frage: Gibt es neues in Sachen "Virtualisierung" ?
Mit Windows 7 führt Microsoft die Möglichkeit eines "Windows XP Mode" (vormals Virtual Windows XP) ein, mit dem Sie ein originales Windows XP auf dem 7er-Desktop starten. Microsoft stellt ein komplettes, vorinstalliertes XP zur Verfügung, das in Minuten installiert ist. Dazu soll bei Editionen von Windows 7 eine Lizenz von Virtual Windows XP enthalten sein, das identisch mit Windows XP SP3 Professional ist.
Frage: Hat Microsoft die Desktop-Oberfläche Aero überarbeitet?
Ja, auch die Desktop-Oberfläche Aero (entsprechende Hardware vorausgesetzt) bekam neue Funktionen spendiert: "Aero Shake" etwa erlaubt es Anwendern, ein Fenster anzuklicken und bei gedrückter Maus-Taste durch Schütteln der Maus zu minimieren respektive wieder in die alte Größe zurückkehren zu lassen; "Aero Snaps" dagegen lässt Nutzer, Fenster neu positionieren. Dazu greift man sich das Fenster mit der Maus und bewegt es beispielsweise nach links auf den Bildschirmrand zu; daraufhin positioniert sich das Fenster am linken Rand, mit einer Größe von 50 Prozent des Bildschirms.
Frage: DirectX 11 - was bringt die Programmierschnittstelle?
Ein Highlight von Windows 7 dürfte die überarbeitete Programmierschnittstelle DirectX sein, die bislang in erster Linie für die Darstellung komplexer 3D-Umgebungen in Bild und Ton sorgte.
Mit der neuen Version DirectX 11 lassen sich aktuelle Grafikkarten auch für Berechnungen einsetzen, für die bislang die CPU zuständig war. Schon jetzt gibt es mit Nvidias CUDA oder ATIs Stream zwei herstellerspezifische Lösungen, die etwa bei Adobe Photoshop CS4 Effekte ermöglicht, die selbst der schnellste Quad-Core-Prozessor nicht in diesem Tempo leisten kann. Unter DirectX 11 werden diese Lösungen unter Begriff "Compute Shader" standardisiert. Erfreulich daran ist, dass man dafür nicht zwingend eine neue Grafikkarte benötigt, auch DirectX-10-Grafikkarten sollen davon profitieren.
Frage: DirectX 11 - Vorteile für Spiele?
Die "Compute Shader" können für beliebige rechenintensive Operationen verwendet werden, in PC-Spielen lassen sie sich für künstliche Intelligenz, Spiele-Physik oder Spezialeffekte einsetzen. Da DirectX 11 neben Windows 7 auch für Vista als Update verfügbar sein wird, dürfte es bald zum neuen Standard werden. Zusätzlich bietet DirectX 11 einige Funktionen, die nur mit neuer Hardware möglich sind. Bereits zum Start von Windows 7 will AMD erste DirectX-11-Radeon-Karten anbieten, Nvidia wird wohl bis Ende des Jahres nachziehen.
Auf Software-Seite ist das im Dezember erscheinende "Colin McRae: DiRT 2" die erste offizielle DirectX-11-Ankündigung. Das Rennspiel soll laut Codemasters eine signifikant verbesserte 3D-Darstellungsqualität bieten, läuft mit optischen Abstrichen aber auch mit älteren Grafikkarten.
Weitere Details im Artikel "Ist Ihr PC fit für Windows 7?" aus der PCgo 09/2009.
Frage: Wird der IE 8 mit Windows 7 ausgeliefert?
Wegen eines Streits mit der EU-Kommission, die Microsoft einen Monopolmissbrauch bei Web-Browsern vorwirft, entwickelte der Software-Konzern eine spezielle Marschroute für Europa: Windows-7-Versionen ohne vorinstallierten Browser. Nach Kritik von Seiten der EU-Kommission und seiner Partner hat Microsoft nun zwischenzeitlich einen weiteren Vorschlag ausgearbeitet.
Demnach könnte man Windows-Nutzern automatisch die Installation eines Konkurrenz-Browsers zu Microsofts Internet Explorer anbieten. Wie Dave Heiner, Vice President and Deputy General Counsel bei Microsoft, erklärte würde eine Art "Browser Ballot" (zu deutsch "Browser Wahlgang") ins Spiel kommen.
Das Prozedere: Ist der Internet Explorer als Standard-Browser festgelegt, bekommen Nutzer eine Liste mit Konkurrenz-Produkten angeboten und sie werden dazu eingeladen, einen oder mehrere zur Installation auszuwählen. Nutzer hingegen, die Firefox, Safari oder Opera andere als Standard-Browser einsetzen, würden den Ballot Screen nicht zu Gesicht bekommen.
Technisch gesehen, sagt Microsoft, könnte man sich vorstellen, dass es sich dabei um einen Web-Seite handelt, die schlicht per Update eingespielt wird.
Abzuwarten bleibt nun, ob die EU-Kommission dem Vorschlag von Microsoft zustimmt.
Frage: Welche Rolle spielt die 'Cloud' in Windows 7?
Der Softwaregigant bekennt sich mit dem neuen Betriebssystem klar zum Thema "Cloud" respektive "Cloud Computing". Teil der Unternehmens-Strategie ist es, "Zusatzfunktionen, die bislang Bestandteil des Betriebssystems waren, als Windows Live-Dienste" im Internet zur Verfügung zu stellen. Etwa Windows Mail, Windows Calendar, Windows Contacts, etc. Die Dienste können dabei so oft wie nötig aktualisiert und über das Internet bereitgestellt werden.
Aber es geht noch weiter, wie Microsoft-Manager Jürgen Schwertl erklärte: "Das Problem ist folgendes: Wie mache ich Daten für Nutzer sichtbar, damit er weiß wo diese liegen? Auch hier wird das Thema Visualisierung immer wichtiger. In Windows 7 lösen wir dieses Problem bereits mit der Bibliothek. Dort kann der Nutzer auch Dateien sehen, die sich auf angeschlossenen Servern oder dem SkyDrive von Windows Live im Internet befinden. So erhält der Nutzer einen holistischen Überblick über alle Daten."
Frage: Wie sehen die Systemanforderungen aus?
Die Anforderungen sind moderat: Microsoft nennt auf der offiziellen Website zu Windows 7 einen PC mit einem verbauten 1-GHz-Prozessor sowie 1 GB RAM als Anforderungen. Letzteres gilt für 32-Bit-Fassung, bei der 64-Bit-Version werden 2 GB RAM benötigt. Zur Installation sollten neben dem obligatorischen DVD-Laufwerk auch 16 GB freier Festplattenspeicher bei 32-Bit Systemen und 20 GB bei 64-Bit-System vorhanden sein. Für das Aero-Design von Windows 7 ist eine Grafikkarte mit 128 MB RAM, die DirectX 9 unterstützt, erforderlich.
Frage: Ist der PC fit für Windows 7?
Die Windows-7-Tauglichkeit des PCs können Sie mit dem so genannten "Upgrade Advisor" (zu deutsch "Aktualisierungsratgeber") unter die Lupe nehmen.
Das Ergebnis der Analyse ist in drei Bereiche unterteilt. Unter "System Requirements" (Systemanforderungen) wird ermittelt, ob sich Windows 7 grundsätzlich für Ihren Rechner eignet. Untersucht werden hier die CPU, die Festplatte, der Speicher und die Grafikkarte. Unter "Devices" (Geräte) wird geprüft, inwieweit es mit externen Geräten wie Druckern oder Scanner Probleme geben könnte. Aber auch Steckkarten und Onboard-Chips werden unter die Lupe genommen. Der dritte Abschnitt "Programs" untersucht die installierte Software auf mögliche, schon jetzt bekannte Unverträglichkeiten.
Frage: Wie ist es um die Kompatibilität von Programmen bestellt, die bisher auf XP oder Vista liefen?
Der Windows-7-Upgrade-Advisor verrät Ihnen unter dem Punkt "Programs", ob alte, inkompatible Programme auf Ihrem PC sind. Sollten der Advisor anschlagen, gibt es aber dennoch Hoffnung: Den Windows-XP-Mode, mit dem Sie Windows XP auf dem 7er-Desktop starten. Falls Sie sich den Release Candidate heruntergeladen haben, werden Sie den XP-Mode zunächst vergeblich suchen. Sie müssen ihn bei Microsoft herunterladen.
Die neueste Version des Windows-XP-Mode bietet unter anderem eine bessere Unterstützung von USB-Geräten und eine kleine Einführung in die Benutzung der virtuellen Maschine. Weitere Neuerungen beinhalten die Möglichkeit, das Teilen von Laufwerken zu deaktivieren, sowie erweiterte Optionen für die virtuellen Festplatten. Diese können jetzt etwa in ihrer Größe reduziert werden (compacting). Eine Kompression findet nicht statt, stattdessen wird der ungenutzte Platz freigegeben.
Wichtig: So faszinierend das klingt, hat der XP-Mode doch einige Einschränkungen. Da ist zunächst die Hardware. Der Prozessor Ihres Rechners muss Hardware-Virtualisierung unterstützen. Falls Sie nicht wissen, ob er diese Fähigkeit besitzt, gibt es hilfreiche Tools, um es herauszubekommen.
Frage: Wie sieht es mit Geräte-Treibern aus?
Ein Treiberchaos wie einst bei Vista wird es unter Windows 7 nicht geben. Der simple Grund ist, dass praktisch alle Vista-Treiber auch mit Windows 7 funktionieren. Falls Sie noch XP nutzen, lohnt sich ein Besuch des jeweiligen Hardware-Herstellers im Internet. Dort lässt sich in der Regel schnell überprüfen, ob Vista- oder Windows- 7-Treiber für das jeweilige Gerät verfügbar sind. Denken Sie neben externen Geräten auch an interne Steckkarten. Um Ihnen das mühsame manuelle Untersuchen Ihres PCs zu ersparen, kann Ihnen auch an dieser Stelle der "Upgrade Advisor" helfen. Wie Sie den "Upgrade Advisor" benutzen, verraten wir in der jetzt am Kiosk erscheinenden PCgo 09/2009 ("Ist Ihr PC fit für Windows 7?").
Frage: Wie sieht die Preisgestaltung aus?
Am 15. Juli hat der Softwaregigant ein vierwöchiges Vorverkaufsangebot für das Software-Paket in der Variante "Home Premium E" für knapp 50 Euro gestartet. Ausgeliefert wird Windows 7 dann am 22. Oktober. Wer die Frist verpasst, kann bis Ende Dezember die "Home Premium E" für 120 Euro ordern. Die "Professional E"-Variante kostet 285 Euro, für "Ultimate E" will Microsoft knapp 300 Euro kassieren. Diese beiden Editionen sind Microsoft zufolge nicht verbilligt vorab zu haben.
Frage: Welche Vorbestellmöglichkeiten gibt es noch?
Microsoft bietet verschiedene Vorbestellmöglichkeiten, die Anwendern den Umstieg auf den Vista-Nachfolger schmackhaft machen sollen. Wer zum Beispiel einen neuen Computer mit den Windows-Vista-Versionen Home Premium, Business oder Ultimate kauft, erhält Windows 7 im Herbst kostenlos. Das Angebot gilt laut Microsoft in Unterschleißheim bei München bis zum 31. Januar 2010 und richtet sich an Privatkunden und kleine Unternehmen.
Wer in den Genuss des Upgrades kommen möchte, muss im Aktionszeitraum einen Rechner von einem Hersteller kaufen, der an dem Upgrade-Programm teilnimmt. In Deutschland sind das laut Microsoft insgesamt 16 Unternehmen - darunter Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Samsung, Sony, Toshiba und Medion. Für welche Modelle ein kostenloses Upgrade angeboten wird, legen die Hersteller fest. "Unseren Rechnern liegt sei Mitte Juni auch ein entsprechender Hinweiscoupon bei", sagt Jens Böcking von Toshiba in Neuss.
Frage: Worauf ist bei der Teilnahme am Upgrade-Programm zu achten?
Um nach dem Kauf dann die Upgrade-Option nutzen zu können, ist eine Online-Registrierung beim Hersteller erforderlich. "Dabei muss der Kunde seine Adressdaten sowie die Seriennummer des Gerätes angeben", erklärt Böcking. Außerdem müsse der Kunde bereit sein, die Bearbeitungsgebühren von rund 30 Euro zu übernehmen. Bei den anderen Herstellern sind die Kosten ähnlich hoch: Sony verlangt beispielsweise 25 Euro und bei HP sind es 24,90 Euro.
Frage: Worum handelt es sich bei System-Builder-Versionen?
Eine Reihe von Händlern bietetn so genannte System-Builder-Lizenzen. Letztlich handelt es sich hier um spezielle Versionen, die ohne Herstellerunterstützung seitens Microsoft auskommen müssen. Außerdem fehlt die übliche Retail-Verpackung. Zahlreiche Händler sind bereits dazu übergegangen, System-Builder-Lizenzen (SB) von Windows Vista mit einem Windows-7-Gutschein auszuliefern. Dies ist unter anderem über die Suchfunktion des Preisvergleichsdienstes geizhals.at erkennbar, der mehrere SB-Lizenzen mit Gutschein listet (magnus.de berichtete). Sie müssen also nicht gleich einen neuen Rechner kaufen, um an das Upgrade zu kommen. Vorausgesetzt Ihr jetziger PC eignet sich für das neue Betriebssystem, dann können Sie schon jetzt unter Umständen schon Windows-Vista-System-Builder-Version mit Upgrade-Möglichkeit auf Windows 7 erwerben.
Frage: Kann ich Windows 7 testen?
Ja, natürlich. Der Windows 7 RC steht für jeden Interessierten zum kostenlosen Download bereit. Sie sollten sich aber beeilen, da Microsoft den so genannten Release Candidate nur noch bis 20. August 2009 zum Download bereitstellen will. Den Produktschlüssel für bis zu dem genannten Datum heruntergeladene Versionen können Sie aber weiter über Microsoft beziehen.
Frage: Wie komme ich an den Release Candidate?
In nur sechs Schritten kommen Sie an die Testversion:
1. Gehen Sie im Internet auf die Download-Seite für den Windows 7 Release Candidate
2. Entscheiden Sie sich für die 32- oder 64-Bit-Version (oder beides) und wählen Sie Deutsch als Sprache aus. Klicken Sie abschließend auf Go.
3. Loggen Sie sich mit einer bestehenden Windows-Live-ID ein oder holen Sie sich über Registrieren die Zugangsdaten.
4. Rufen Sie einen Produktschlüssel für Windows 7 RC ab.
5. Laden Sie den Release Candidate herunter, was länger dauern kann. Denn es geht um 2,6 beziehungsweise 3,3 GByte (64 Bit).
6. Brennen Sie die ISO-Datei mit einem Brennprogramm wie Nero oder WinOnCD auf DVD. Eine kostenlose Alternative dazu ist etwa ImgBurn.
Frage: Wie lange kann der Windows 7 RC getestet werden?
Der Windows 7 RC Build 7100 ist bis 1. Juni 2010 uneingeschränkt lauffähig. Wichtig dabei: Ab 1. März 2010 startet das OS aber alle zwei Stunden neu. Tipp: Wer noch die Beta Build 7000 unter die Lupe nimmt, sollte auf den RC umsteigen. Denn der Beta-Build ist nur bis 1. August 2009 lauffähig.
Frage: Was ist bei der Installation zu beachten?
Vier wichtige Antworten zu Updates hier in Kurzform:
1. Kann ich von Windows 7 Beta auf RC aktualisieren? Technisch gesehen ja, Microsoft rät aber davon ab und hat auch eine Sperre in den Installer eingebaut. Trotzdem kursieren im Internet Anleitungen für ein Update. Auch wir raten zu einer sauberen Neuinstallation.
2. Kann ich von Windows Vista auf RC aktualisieren? Ja. Wenn Sie mit Windows Vista arbeiten, können Sie Windows 7 RC als Update installieren. Machen Sie aber trotzdem unbedingt eine Datensicherung. Wichtig: Das Update klappt nur, wenn SP1 oder SP2 installiert sind.
3. Kann ich von Windows XP aus auf RC aktualisieren? Nein, wenn Sie aktuell mit Windows XP arbeiten, müssen Sie eine Neuinstallation von Windows 7 RC durchführen, das Update ist nicht möglich.
4. Kann ich vom RC aus auf Windows 7 Final aktualisieren? Nein, wahrscheinlich nicht. Die Installation der endgültigen Version von Windows 7 kann laut Microsoft nur in Form einer vollständigen Neuinstallation erfolgen.
Frage: Dauert die Installation so lange wie früher bei Windows XP?
Nein, bei der Installationsgeschwindigkeit war Vista schon ein Fortschritt gegenüber XP, Windows 7 ist nochmals einen Tick hurtiger auf der Platte. Die Installation dauerte in unseren Tests nie länger als 20 bis 30 Minuten. Dabei unterscheidet sich das Setup eigentlich nicht von Vista. Nach dem Booten von DVD kommt ein schwarzer Startbildschirm mit Fortschrittsbalken, danach ein Übersichts-Bildschirm.
Frage: Auf wie vielen PCs darf ich Windows 7 installieren?
Die "normale" Windows-Lizenz aus dem Produktpaket oder der System Builder-Version darf nur auf einem PC installiert werden. Auf Anfrage erklärte Microsoft zudem: "Die Gerüchte zum so genannten Windows Family Pack, das die Installation auf bis zu drei PCs zu Hause erlauben würde, können wir derzeit nicht bestätigen."
Frage: Windows 7 ist installiert – kann die Hardware problemlos ausgetauscht werden oder gibt es Lizenz-rechtliche Einschränkungen?
Angaben von Microsoft zufolge wird Windows 7, wenn Hardware ausgetauscht wird, ähnlich wie Windows Vista reagieren. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine "lizenzrechtliche Einschränkung", wie der Softwarekonzern betonte. Es lassen sich beliebige Hardware-Komponenten austauschen, ab einer gewissen Anzahl und Art der Änderung ist jedoch eine erneute Aktivierung erforderlich.
Frage: Was ist alles auf der Windows-7-DVD drauf?
Das hängt von der Edition ab. Im Standardfall befindet sich folgendes auf einer handelsüblichen Windows-7-DVD:
- Windows 7 Client (Starter, Home Basic, Home Premium, Professional, Ultimate; Vollversion und Upgrade kombiniert auf einer DVD) in einer Sprache (z.B. DE-DE), einer Plattform (32 Bit oder 64 Bit), eine Version (inkl. Windows Media Player und Internet Explorer) als Retail-Code (FRE-Build als optimiert kompilierter Code ohne Debug-Symbole).
- Ebenfalls auf der DVD sind einige Zusatz- und Supporttools wie ein GB18030-2000 zu Unicode-Converter, ein installierbarer Migration Wizard (Windows EasyTransfer) sowie eine Setup-Logging-Komponente.
Frage: In den USA wird es ein "Windows 7 Logo Program" geben. Ist etwas ähnliches für Deutschland vorgesehen?
Ja, auch in Deutschland wird es ein entsprechendes Programm geben. Die Aktivitäten dazu werden zentral von der Microsoft Corporation koordiniert, weitere Details und wie das Logo aussehen wird, sind aber noch nicht bekannt.
Frage: Wann kommt Windows 8?
Die Einführung von Windows Vista Anfang 2007 hätte für Microsoft besser laufen können. Neben negativen Kritiken von Seiten der Medien, meinten viele Kritiker als Ursache die lange Entwicklungsszeit für Vista ausgemacht zu haben - ca. fünf Jahre vergingen zwischen dem Release von XP und Vista. Microsoft selbst ließ sich in der Angelegenheit zwar nicht in die Karten schauen, aber Microsofts CEO Steve Ballmer äußerte sich später dahingehen, dass sich eine derart große Zeitspanne von einem Release zum nächsten nicht mehr wiederholen würde. Bei Windows 7 hat man diese Marschroute erfolgreich umgesetzt - ausgehend davon, sollten wir das nächste OS also bis spätestens 2014 sehen...
Nordkorea droht mit einem atomaren Gegenschlag
Nordkorea droht mit nuklearer Vergeltung
Vor einer jährlichen gemeinsamen Militärübung Südkoreas und der USA hat Pjöngjang mit einem nuklearen Vergeltungsschlag gedroht. Der Süden betonte, das Manöver diene lediglich der Verteidigung.
Vor einem am Montag beginnenden gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA hat Nordkorea den beiden Ländern im Falle eines Angriffs mit nuklearer Vergeltung gedroht. Sollten die beiden Staaten Nordkorea mit Atomwaffen bedrohen, so werde Pjöngjang mit Atomwaffen Vergeltung üben, sagte ein Militärsprecher in einer von Staatsmedien verbreiteten Erklärung. Das Militärmanöver bezeichnete der Sprecher als "Manöver für einen Atomkrieg" gegen Nordkorea.
An der jährlich abgehaltenen Militärübung Ulchi Freedom Guardian, die bis zum 27. August laufen soll, sind 10.000 US-Soldaten und eine unbekannte Zahl südkoreanischer Soldaten beteiligt. Beide Länder betonten, die Manöver dienten nur zur Verteidigung.
Am Samstag hatte südkoreanische Präsident Lee Myung Bak Nordkorea zur Abrüstung aufgerufen und erklärt, Südkorea sei zu Gesprächen und einer Kooperation mit dem Norden "über jedes Thema, zu jeder Zeit und auf jedem Niveau" bereit. Seit dem Amtsantritt der konservativen Regierung in Seoul im Februar 2008 waren die innerkoreanischen Beziehungen äußerst frostig. Auf internationaler Ebene sorgten Nordkoreas jüngster Atomwaffentest sowie eine Reihe von Raketentests für eine zunehmende Isolierung des stalinistisch regierten Staates.
Vor einer jährlichen gemeinsamen Militärübung Südkoreas und der USA hat Pjöngjang mit einem nuklearen Vergeltungsschlag gedroht. Der Süden betonte, das Manöver diene lediglich der Verteidigung.
Vor einem am Montag beginnenden gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA hat Nordkorea den beiden Ländern im Falle eines Angriffs mit nuklearer Vergeltung gedroht. Sollten die beiden Staaten Nordkorea mit Atomwaffen bedrohen, so werde Pjöngjang mit Atomwaffen Vergeltung üben, sagte ein Militärsprecher in einer von Staatsmedien verbreiteten Erklärung. Das Militärmanöver bezeichnete der Sprecher als "Manöver für einen Atomkrieg" gegen Nordkorea.
An der jährlich abgehaltenen Militärübung Ulchi Freedom Guardian, die bis zum 27. August laufen soll, sind 10.000 US-Soldaten und eine unbekannte Zahl südkoreanischer Soldaten beteiligt. Beide Länder betonten, die Manöver dienten nur zur Verteidigung.
Am Samstag hatte südkoreanische Präsident Lee Myung Bak Nordkorea zur Abrüstung aufgerufen und erklärt, Südkorea sei zu Gesprächen und einer Kooperation mit dem Norden "über jedes Thema, zu jeder Zeit und auf jedem Niveau" bereit. Seit dem Amtsantritt der konservativen Regierung in Seoul im Februar 2008 waren die innerkoreanischen Beziehungen äußerst frostig. Auf internationaler Ebene sorgten Nordkoreas jüngster Atomwaffentest sowie eine Reihe von Raketentests für eine zunehmende Isolierung des stalinistisch regierten Staates.
Bonn: Experten wollen Strom aus 500 Jahre altem Kraftwerk ins Netz einspeisen
500 Jahre altes Kraftwerk soll ans Stromnetz gehen
Regen ist das Erdöl von gestern. Zumindest im Harz. Dort entstand ab dem 15. Jahrhundert eine Art der Wasserenergienutzung, die weltweit wohl einmalig sein dürfte. Momentan bemüht sich die Region um den Weltkulturerbestatus für das "Oberharzer Wasserregal".
Doch seitdem die Anlagen vor 30 Jahren außer Betrieb genommen wurden, hat sich ihr Zustand deutlich verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt ein Experte der Universität Bonn in einer jüngst veröffentlichten Studie. Er schlägt vor, das ausgeklügelte System aus Gräben und Auffangbecken zu reaktivieren. Einige Millionen Euro jährlich könnte der so gewonnene Strom seinen Berechnungen zufolge einbringen. Der Regen, der über dem Brocken niedergeht, war früher zwar kein Gold, aber doch immerhin Silber wert. Schon im Mittelalter bauten die Menschen im Harz das dort reichlich vorhandene Edelmetall ab. Dabei stießen sie recht schnell auf ein Problem, das auch heutige Bergleute noch beschäftigt: Die Trockenhaltung der Grubenbauten.
Ursache ist das so genannte Kluftwasser, das aus dem umgebenden Gestein in die Stollen strömt - je tiefer, desto mehr. Die Harzer Bergleute trieben den Teufel schließlich mit dem Beelzebub aus: Sie nutzten das Regenwasser zum Antrieb von Pumpen, mit denen sie dann ihre Gruben entwässerten. Um Clausthal und Zellerfeld setzte man also schon vor mehr als 500 Jahren auf regenerative Energie.
Und das ziemlich effizient: "Drei Viertel aller Regentropfen, die über der wasserwirtschaftlich genutzten Fläche des Harzes herabfielen, wurden zur Trockenlegung der Stollen und zum Betrieb der Bergwerke verwandt", betont Peter Welke. Der Lehrbeauftragte der Universität Bonn beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser weltweit wohl einmaligen Nutzung der Wasserkraft. Leider ist das ausgeklügelte System aus Gräben und Auffangbecken heute jedoch in einem schlechten Zustand. Das ist besonders schade, weil sich die Region momentan um den Weltkulturerbestatus für das "Oberharzer Wasserregal" bemüht.
Zusammen mit seinen Studenten führt Welke regelmäßig Geländepraktika in der ehemaligen Bergbau-Region durch. Dabei konnte er zahlreiche Schäden dokumentieren, die er inzwischen in einer 50-seitigen Publikation in der Zeitschrift Siedlungsforschung (Band 25) festgehalten hat. Dennoch sei es sehr wohl möglich, die Anlage wieder betriebsfähig zu machen, meint er. Der gelernte Physiker und Absolvent der früheren Bergakademie Clausthal hat sogar ausgerechnet, wie viel Strom das uralte Wasserkraftwerk liefern könnte: "Bei den augenblicklichen Preisen ließen sich damit Erlöse von mehreren Millionen Euro jährlich erzielen. Das ist mehr als genug, um die Instandhaltung zu finanzieren." Auch Professor Dr. Winfried Schenk vom Geographischen Institut der Universität Bonn plädiert dafür, das einmalige Kulturdenkmal wieder herzurichten: "Warum sollte eine Anlage, die 500 Jahre lang zur Energieerzeugung eingesetzt wurde, das nicht auch heute wieder tun?" Den Verfall, den Welke im Laufe seiner Forschungsarbeiten dokumentiert habe, hält Schenk für erschreckend - gerade auch angesichts der großen kulturgeschichtlichen Bedeutung des Oberharzer Wasserregals.
Mitunter ist Welke selbst erstaunt, mit welcher Raffinesse die Bergleute damals vorgingen: Über kilometerlange Gräben, die nur ein minimales Gefälle aufwiesen, führten sie das Wasser zu großen Sammelbecken. Von dort leiteten sie es bei Bedarf zu den jeweils aktiven Gruben. Dort ließen sie das kostbare Nass unter Tage auf turmhohe Wasserräder fallen, die ihrerseits wieder Pumpen antrieben. Das seiner Lageenergie beraubte Wasser leiteten sie danach über Dutzende von Kilometern in die Ebene ab. "Das Harzer System der Wassernutzung hätte auf jeden Fall verdient, zum Weltkulturerbe ernannt zu werden", betont Welke angesichts dieser Ingenieurs-Meisterleistung.
1930 wurden die Gruben im Harz geschlossen. Dennoch war das einmalige Kulturdenkmal bis 1965 noch in einem guten Zustand. Damals hatte die Preussag den Zustand des Grabensystems zum letzten Mal im Detail dokumentiert. "Im Prinzip hätte man es damals ohne größeren Aufwand direkt wieder in Betrieb nehmen können", meint Welke. Mitte der 90er Jahre gingen die Wassernutzungsrechte in der Region an die Harzwasserwerke GmbH. Im Gegenzug sollten diese das Grabensystem erhalten. Dennoch sind inzwischen zahlreiche Gräben teilweise trocken gefallen oder undicht geworden, wenn sie nicht gar völlig zerstört wurden. Peter Welke: "An eine Nutzung ist momentan ebenso wenig zu denken wie wohl auch an eine Anerkennung als Weltkulturerbe."
Regen ist das Erdöl von gestern. Zumindest im Harz. Dort entstand ab dem 15. Jahrhundert eine Art der Wasserenergienutzung, die weltweit wohl einmalig sein dürfte. Momentan bemüht sich die Region um den Weltkulturerbestatus für das "Oberharzer Wasserregal".
Doch seitdem die Anlagen vor 30 Jahren außer Betrieb genommen wurden, hat sich ihr Zustand deutlich verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt ein Experte der Universität Bonn in einer jüngst veröffentlichten Studie. Er schlägt vor, das ausgeklügelte System aus Gräben und Auffangbecken zu reaktivieren. Einige Millionen Euro jährlich könnte der so gewonnene Strom seinen Berechnungen zufolge einbringen. Der Regen, der über dem Brocken niedergeht, war früher zwar kein Gold, aber doch immerhin Silber wert. Schon im Mittelalter bauten die Menschen im Harz das dort reichlich vorhandene Edelmetall ab. Dabei stießen sie recht schnell auf ein Problem, das auch heutige Bergleute noch beschäftigt: Die Trockenhaltung der Grubenbauten.
Ursache ist das so genannte Kluftwasser, das aus dem umgebenden Gestein in die Stollen strömt - je tiefer, desto mehr. Die Harzer Bergleute trieben den Teufel schließlich mit dem Beelzebub aus: Sie nutzten das Regenwasser zum Antrieb von Pumpen, mit denen sie dann ihre Gruben entwässerten. Um Clausthal und Zellerfeld setzte man also schon vor mehr als 500 Jahren auf regenerative Energie.
Und das ziemlich effizient: "Drei Viertel aller Regentropfen, die über der wasserwirtschaftlich genutzten Fläche des Harzes herabfielen, wurden zur Trockenlegung der Stollen und zum Betrieb der Bergwerke verwandt", betont Peter Welke. Der Lehrbeauftragte der Universität Bonn beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser weltweit wohl einmaligen Nutzung der Wasserkraft. Leider ist das ausgeklügelte System aus Gräben und Auffangbecken heute jedoch in einem schlechten Zustand. Das ist besonders schade, weil sich die Region momentan um den Weltkulturerbestatus für das "Oberharzer Wasserregal" bemüht.
Zusammen mit seinen Studenten führt Welke regelmäßig Geländepraktika in der ehemaligen Bergbau-Region durch. Dabei konnte er zahlreiche Schäden dokumentieren, die er inzwischen in einer 50-seitigen Publikation in der Zeitschrift Siedlungsforschung (Band 25) festgehalten hat. Dennoch sei es sehr wohl möglich, die Anlage wieder betriebsfähig zu machen, meint er. Der gelernte Physiker und Absolvent der früheren Bergakademie Clausthal hat sogar ausgerechnet, wie viel Strom das uralte Wasserkraftwerk liefern könnte: "Bei den augenblicklichen Preisen ließen sich damit Erlöse von mehreren Millionen Euro jährlich erzielen. Das ist mehr als genug, um die Instandhaltung zu finanzieren." Auch Professor Dr. Winfried Schenk vom Geographischen Institut der Universität Bonn plädiert dafür, das einmalige Kulturdenkmal wieder herzurichten: "Warum sollte eine Anlage, die 500 Jahre lang zur Energieerzeugung eingesetzt wurde, das nicht auch heute wieder tun?" Den Verfall, den Welke im Laufe seiner Forschungsarbeiten dokumentiert habe, hält Schenk für erschreckend - gerade auch angesichts der großen kulturgeschichtlichen Bedeutung des Oberharzer Wasserregals.
Mitunter ist Welke selbst erstaunt, mit welcher Raffinesse die Bergleute damals vorgingen: Über kilometerlange Gräben, die nur ein minimales Gefälle aufwiesen, führten sie das Wasser zu großen Sammelbecken. Von dort leiteten sie es bei Bedarf zu den jeweils aktiven Gruben. Dort ließen sie das kostbare Nass unter Tage auf turmhohe Wasserräder fallen, die ihrerseits wieder Pumpen antrieben. Das seiner Lageenergie beraubte Wasser leiteten sie danach über Dutzende von Kilometern in die Ebene ab. "Das Harzer System der Wassernutzung hätte auf jeden Fall verdient, zum Weltkulturerbe ernannt zu werden", betont Welke angesichts dieser Ingenieurs-Meisterleistung.
1930 wurden die Gruben im Harz geschlossen. Dennoch war das einmalige Kulturdenkmal bis 1965 noch in einem guten Zustand. Damals hatte die Preussag den Zustand des Grabensystems zum letzten Mal im Detail dokumentiert. "Im Prinzip hätte man es damals ohne größeren Aufwand direkt wieder in Betrieb nehmen können", meint Welke. Mitte der 90er Jahre gingen die Wassernutzungsrechte in der Region an die Harzwasserwerke GmbH. Im Gegenzug sollten diese das Grabensystem erhalten. Dennoch sind inzwischen zahlreiche Gräben teilweise trocken gefallen oder undicht geworden, wenn sie nicht gar völlig zerstört wurden. Peter Welke: "An eine Nutzung ist momentan ebenso wenig zu denken wie wohl auch an eine Anerkennung als Weltkulturerbe."
Abonnieren
Posts (Atom)