NewsKopie: Gedichte sind doof? So überzeugen Sie Ihr Kind vom Gegenteil

Montag, 14. Dezember 2009

Gedichte sind doof? So überzeugen Sie Ihr Kind vom Gegenteil

Gedichte sind doof? So überzeugen Sie Ihr Kind vom Gegenteil
Gedichte bieten Kindern eine wunderbare Möglichkeit, ihre Wahrnehmung der Welt und der Menschen in ihr ebenso intensiv wie eindrucksvoll auszudrücken. Zudem schulen sie sowohl den Wortschatz als auch die Ausdrucksweise und schärfen den Blick fürs Wesentliche. Es lohnt sich also, die Auseinandersetzung mit Gedichten und das Verfassen von Gedichten so früh wie möglich zu üben. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind für Gedichte begeistern können.

Natürlich brauchen Grundschüler Gedichte, mit denen sie etwas anfangen können. Sie sollten nicht zu lang sein und sich thematisch in der Lebens- oder Vorstellungswelt der Kinder bewegen. Ein breites Spektrum von geeigneten Gedichten finden Sie zum Beispiel bei Josef Guggenmos, dessen Texte auch in Schulbüchern gerne verwendet werden.

Lesen Sie Ihrem Kind vier oder fünf der ausgewählten Gedichte vor und lassen Sie es auswählen, welches ihm am besten gefällt. Stellen Sie Ihrem Kind nun verschiedene Aufgaben, die Ihrem Kind dabei helfen, sich aktiv mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

Am Beispiel des Gedichtes: "Das große, kecke Zeitungsblatt" von Guggenmos könnte das so aussehen:

1. Lassen Sie Ihr Kind das Gedicht mit eigenen Worten wiedergeben, um sicherzustellen, dass Ihr Kind es verstanden hat. Eine Zeitungsseite fliegt durch die windigen Straßen, mal hüpft es ganz wild durch die Luft, mal bleibt es am Boden liegen eben gerade wie der Wind es erwischt. Immer wenn die Zeitung gefangen werden soll, bläst der Wind sie weiter. Fragen Sie auch nach, ob Ihr Kind alle darin enthaltenen Begriffe kennt, und erklären Sie diese gegebenenfalls.

2. Bitten Sie Ihr Kind zum Gedicht passende Geräusche zu machen. Einer liest es vor, der andere macht selbst erzeugte Geräusche. Dazu könnte ein Zeitungsblatt benutzt werden, das durch die Luft flattert und manchmal einreißt, ein Kind könnte Sturmgeräusche erzeugen oder ein enttäuschtes "Ah, Pech gehabt!" rufen, wenn die Zeitung sich wieder im Wind entfernt.

3. Eine weitere Möglichkeit ist, das Gedicht zu spielen. Das macht mehr Spaß, wenn sich mehrere Kinder daran beteiligen. Lassen Sie die Kinder sich kleine Szenen ausdenken und sich gegenseitig vorspielen. Muss das Wohnzimmer dafür etwas umgeräumt werden? Kein Problem, wenn Ihr Kind dadurch Spaß am Lesen und Lernen von Gedichten bekommt.

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