NewsKopie: Die richtige Ernährung sorgt für mehr Konzentration

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Die richtige Ernährung sorgt für mehr Konzentration

Gehirn und Nervensystem bestehen zu über 50 Prozent aus Fett. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (so genannte Omega-Fettsäuren) machen einen großen Anteil des Gehirnfettes aus und beeinflussen damit sogar die Größe des Gehirns. Sie sind maßgeblich am Lernvermögen eines Menschen beteiligt.

Mit diesen 3 Tipps versorgen Sie Ihr Kind optimal mit den nötigen Omega-Fettsäuren, aber auch wichtigen Mineralstoffen wie Zink und Magnesium.

1. Vermeiden Sie Trans-Fettsäuren! Diese blockieren die für den Fettsäure-Stoffwechsel erforderlichen Enzyme und verschlechtern das Angebot an Omega-Fettsäuren. Trans-Fettsäuren entstehen bei der Härtung von Fetten. Daher sollten Sie alle Nahrungsmittel reduzieren oder ganz streichen, auf deren Zutatenliste "(teilweise) gehärtete Fette" aufgeführt sind. Besonders belastet sind Nussnougatcremes ("Trans"-freier Bio-Ersatz: Alnatura Schoko-Nuss), Pommes frites und andere frittierte Speisen, Suppenwürfel und Soßenpulver, Butter und Käse.

2. Ernähren Sie Ihr Kind nicht vegetarisch! Bieten Sie Ihrem Kind ruhig 3-mal wöchentlich Fleisch an. Das verbessert die Versorgung mit Zink. Gute Zinkquellen sind z. B. Lammfleisch, Rindfleisch, aber auch Weizenkeime, Sesamsamen, Haferflocken und Kakao.

3. Bringen Sie so oft wie möglich Meeresfisch auf den Tisch. Besonders reichhaltige Lieferanten für Omega-Fettsäuren sind Thunfisch, Wildlachs (ersatzweise Bio-Zuchtlachs, konventioneller Zuchtlachs ist stark dioxinbelastet), Hering, Sardine oder Makrele.

Weitere Tipps, welche orthomolekularen Nahrungsergänzungsmittel Ihr Kind beim Lernen unterstützen, erfahren Sie in unserem Spezialreport "Konzentration & AD(H)S".


ADHS-News: Motorische Einschränkungen durch AD(H)S beeinträchtigt Jungen

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) beeinträchtigt nicht nur die mentalen Fähigkeiten der Betroffenen, sondern auch ihre Motorik. Doch davon sind Jungen stärker betroffen als Mädchen, wie US-amerikanische Forscher vom Kennedy-Krieger-Institut in Baltimore festgestellt haben.

Sie untersuchten 268 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 15 Jahren hinsichtlich der altersabhängigen Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten, von denen knapp die Hälfte (132) eine ADHS aufwiesen. Getestet wurden neben Geschwindigkeit auch die Fähigkeit, einen Rhythmus zu halten, und wie viele zusätzliche Bewegungen sie ausführten, wenn sie mit einfachen Aufgaben wie Klopfen mit den Fingern oder Laufen auf den Zehenspitzen beschäftigt waren.
Während sich die motorische Geschicklichkeit bei den Kindern ohne ADHS kontinuierlich mit dem Alter verbesserte, fanden die Untersucher bei Jungen mit ADHS Defizite. Mädchen mit ADHS entwickelten sich motorisch hingegen ähnlich wie ihre Altersgenossinnen ohne ADHS.

"Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass geschlechtsabhängige Unterschiede bei Kindern mit ADHS auch die Entwicklung der motorischen Kontrolle umfassen", sagt der leitende Studienautor E. Mark Mahone vom Kennedy-Krieger-Institut. "Im Grundschulalter können Mädchen mit ADHS motorische Defizite bereits überwunden haben, weil das weibliche Gehirn früher reift als das männliche."

Vorausgegangene Studien hatten gezeigt, dass die Hirnregionen, die für die motorische Kontrolle verantwortlich sind, bei Mädchen ihre maximale Größe ein Jahr früher erreichen als bei Jungen. Die Forscher vermuten daher, dass viele Mädchen mit ADHS im Alter von sieben Jahren (das Mindestalter der Studienteilnehmer) aus ihren motorischen Defiziten bereits "herausgewachsen" seien.

Ein weiterer Grund für die Ergebnisse könnte sein, dass die untersuchten Funktionen stärker von Hyperaktivitätssymptomen beeinträchtigt werden. Unter diesen leiden Jungen häufiger, während sich die Störung bei Mädchen öfter in Unaufmerksamkeit und Schwierigkeiten mit der emotionalen Kontrolle zeigt.
www.f-ton.org

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